Monthly Archives: Dezember 2015

Schöne Kamine gibt’s als Bausatz

Kamine: so richtig gemütlich und außerdem auch noch enorm dekorativ. Aber je schöner ein solches Schmuckstück ist, desto mehr müssen Sie dafür hinblättern. Erschwinglich wird’s, wenn Sie einen Bausatz kaufen. Durch den Selbstbau sparen Sie nämlich jede Menge Geld. Unsichtbar und möglichst lautlos soll sie heutzutage sein, die Technik, die unsere Wohnräume beheizt. Moderne Heizanlagen haben ihre Wärmequelle deshalb meist im Keller, die Wärmeregulierung hat die Elektronik übernommen. Und doch: Kaum ein Haus- oder Wohnungsbesitzer, der nicht trotz perfekter Zentralheizung von einem gemütlichen Kamin träumt.
Aber Kamine sind nicht nur für die Gemütlichkeit da. Moderne Systeme bieten neben dem Reiz des offenen Feuers auch heiztechnische Vorteile. Sie sind eine ideale Zusatzheizung bei sehr niedrigen Außentemperaturen und reichen als Alleinheizung aus, wenn das Einschalten der Zentralheizung noch nicht lohnt. Moderne Geräte feuern die Energie nicht einfach zum Schornstein hinaus, sondern arbeiten nach dem Konvektionsprinzip und sorgen schnell für Wärme. Soviel Komfort hat natürlich seinen Preis, weshalb der schöne Kamin oft ein Wunschtraum bleibt, den manch einer viele Jahre hegt. Seibermacher können die Zeit abkürzen: mit einem Bausatz. So spart man immerhin schon die Montagekosten. Und das sind je nach Modell bis zu 1500 Euro. Bausätze für Kamine gibt es in vielen hundert Varianten und in verschiedenen Stilrichtungen. Sie umfassen in der Regel den Heizeinsatz und die Verkleidung. Diese kann, wie bei dem Prinzip, das wir auf diesen Seiten vorstellen, aus einem Modulsystem oder aus Standardteilen bestehen. Alles weitere Aufbaumaterial beschafft man sich im Baumarkt.

Vom Entwurf bis zum Aufbau: Kamin nach Maß

Beim Konvektionsprinzip wird Luft in dem Raum zwischen Heizeinsatz und der Kaminummantelung erwärmt, steigt nach oben auf und tritt als Heizluft aus Gittern oder verdeckten Öffnungen in den Raum hinein. Gleichzeitig wird am Boden des Kamins abgekühlte Raumluft angesogen und erneut erwärmt. Durch diese Luftumwälzung wird der ganze Raum erwärmt. Da bei diesen Kaminmodellen das Feuer hinter einer Keramikglastür brennt, kann es durch Drosselung der Luftzufuhr reguliert werden, und es zieht nicht unnötig viel erwär-mete Raumluft mit in den Schornstein. Ein weiterer Vorteil der Glastür ist die Sicherheit, denn es können keine glühenden Holzreste in den Raum geschleudert werden. Kaminbausätze werden in vielen Stilrichtungen, z. B. als Kachelkamine, mit Verkleidungen aus Natursandstein oder aus Marmor, angeboten. Die Heizleistungen liegen zwischen 7 und 10 KW, was als Vollheizung für einen mittelgroßen Raum ausreicht.

Geteilte Arbeit: Fachleute helfen, wo es nötig ist
Die Bausätze, die nach den Wünschen des Käufers und nach den örtlichen Gegebenheiten von Fachberatern zusammengestellt werden, umfassen den Heizeinsatz und alle Teile, die für den Aufbau benötigt werden, sowie eine ausführliche Bauanleitung. Nur das Material für die Schürze beschafft man sich beim Baumarkt. Das sind für ca. 2,5 Quadratmeter Porenbetonsteine, der Klebemörtel, Putzarmierungsgewebe und Strukturputz für die Oberfläche.
Die Fachberater geben auch Tips vor Ort und helfen bei der Beschaffung der Anschlußgenehmigung durch den zuständigen Schornsteinfegermeister. Wer sich den Selbstaufbau eines Kaminbausatzes vornimmt, sollte schon etwas Übung beim Umgang mit der Maurerkelle und mit Mörtel haben. Bei großer Heizleistung des Kamins und wenn er dazu noch in einem kleinen Raum aufgestellt wird, muß für zusätzliche Luftzufuhr gesorgt werden (s. Kasten rechts). Selbstverständlich kann man sich auch alles vom Lieferanten aufbauen lassen. Dafür werden dann aber zusätzlich bis zu 1500 Euro an Montagekosten fällig. Geld, das man ja eigentlich sparen wollte, um es – z. B. in das Brennmaterial zu stecken, für viele Stunden am offenen Kaminfeuer.

Fragen Sie immer Ihren Schornsteinfegermeister!

Bevor Sie sich mit dem Gedanken beschäftigen, einen Kamin einzubauen oder einbauen zu lassen, sollten Sie unbedingt mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister Kontakt aufnehmen. Er prüft, ob das von Ihnen vorgesehene Gerät angeschlossen werden darf, ob ein freier Zug im Schornstein vorhanden ist und ob sein Querschnitt für die Heizleistung des Kamins und die Größe der Feuerraumtür ausreicht. Es dürfen grundsätzlich nur Feuerstätten angeschlossen werden, die den DIN-und CE-Vorschriften entsprechen (das ist bei allen hier gezeigten Modellen der Fall). Der Boden muß für das Gewicht des Geräts die notwendige Tragfähigkeit haben (normale Betondecken reichen aus), unter dem Kamin dürfen sich keine Versorgungsleitungen befinden, und vor dem Kamin muß sich eine ausreichend große Fläche mit unbrennbarem Bodenbelag (z.B. Metall, Glas oder keramische Riesen) befinden.

Drei raffinierte Lösungen – So wird Ihr Eßtisch blitzschnell größer

Wenn Gäste kommen… Gieß Wasser zur Suppe, rät der Volksmund. Aber was machen Sie mit Ihrem Tisch? Das haben wir uns auch gefragt und drei Ideen realisiert, bei denen man mit wenigen Handgriffen mehr Gästen Platz anbieten kann. Zwei Plätze zusätzlich, das gilt für unsere Lösungsvorschläge 1 und 2. Eine 120 x 75 cm große Tischfläche, an der sechs Personen bequem sitzen können, läßt sich durch zwei Verlängerungsplatten an den kurzen Seiten so erweitern, daß acht Personen daran tafeln können. Beide Lösungen sind auch für andere Tischgrößen geeignet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tische Zargen besitzen oder nicht.
Für quadratische Tischformate haben wir mit Lösung 3 eine weitere interessante Idee: die Verwandlung in einen großen runden Tisch.
Abgesehen von acht Bohrungen, die beim Vorschlag 3 nötig sind, um die Plattenträger einzustecken, bleibt Ihr Tisch völlig unversehrt. Als Material haben wir für alle drei Lösungen MDF-Platte gewählt. Es hat den großen Vorteil, daß es sich gut sägen, fräsen und ohne aufwendige Vorarbeiten auch lackieren läßt.
Lösung 1 besteht aus zwei Platten und einem Träger, der über den Tisch gelegt wird. Er ist wie ein U-Profil aufgebaut und wird von Aluminium-Lochble-chen abgedeckt. Damit bekommt er gleich eine praktische Zusatzfunktion: als Rechaud nämlich. Innen können dann Teelichte in Bohrungen eingelassen werden werden.

Ein Stövchen wird mit eingebaut
Das weiche Aluminium läßt sich leicht biegen und schneiden (mit dem Cuttermesser vorritzen). Die unteren Kanten können Sie mit aufgeklebten Alubandprofilen versteifen. Wie Sie das Holz bearbeiten müssen, um dem Träger ausreichende Stabilität zu verleihen, erkennen Sie in den Fotos und der Zeichnung unten.

Selbsttragend mit Aluschienen
Die Tischfläche, die mit Lösung 2 hinzugewonnen wird, kann genauso groß ausfallen wie die von Vorschlag 1. Sie ist nur einfacher zu realisieren. Die Träger kauft man quasi fertig: Aluwinkelprofile, die nur in der richtigen Länge abgesägt werden müssen. Die schräggeschnittenen Enden, in der Zeichnung unten gut zu erkennen, sind nicht zwingend erforderlich, machen aber, genau wie der Rundbogen am Ende der Platten, die Form gefälliger. Wer es sich ganz einfach machen will, sägt Winkelprofile und Platten rechtwinklig ab, verzichtet auch auf eine Lackierung der Platten und legt eine Tischdecke über alles. Da das Winkelprofil auf den Platten aufliegt, entsteht ein kleiner Absatz, der jedoch bei der geringen Material-dicke kaum auffällt. Die Trägerschienen und die Platten sollten lösbar miteinander verbunden werden, damit sie sich nach Gebrauch platzsparend wegstellen lassen. Da Holzschrauben nach häufigem Rein- und Rausdrehen den Halt verlieren, lohnt sich der Aufwand, mit Gewindeschrauben (M 6) zu arbeiten und hierfür Kunststoffmuffen in die Kanten einzubohren. Solche Muffen und auch die passenden Schrauben dazu (z. B. mit Innensechskant) bekommen Sie in Eisenwarenläden. Wenn Sie Sorge haben, Ihre empfindliche Tischoberfläche könnte durch die aufliegenden Aluschienen Schaden nehmen, können Sie zwei Streifen Filz oder einfach nur Klebeband an die Innenflanken des Profils kleben.

Wechselrahmen für Tisch oder Regal

Um Tischflächen nicht nur an einer oder zwei Seiten, sondern in alle Richtungen zu vergrößern, bieten sich Auflege-platten in Ringform an: unser Vorschlag Nummer 3. Am einfachsten ist es, eine quadratische Tischfläche zu einer größeren quadratischen Fläche zu erweitern. Aber auch die Verwandlung eines quadratischen in einen größeren runden Tisch ist, wie Sie hier sehen, ohne Probleme möglich. Und schließlich kann so ein „Rettungsring“ auch an einem bereits runden Tisch noch mehr Platz schaffen.
Wohin aber mit der sperrigen Ringplatte, wenn sie nicht gebraucht wird? Ganz einfach: an die Wand! Man kann ihr sogar noch eine zusätzliche Funktion verleihen, zum Beispiel als Rahmen für einen Garderobenspiegel oder für ein attraktives Regal, das mit Wandschienen und Trägern befestigt wird.
Die Maße in unserer Zeichnung unten beziehen sich auf einen 75 x 75 cm großen Tisch, für den wir den Ring gebaut haben. Für andere Tischgrößen ergeben sich natürlich auch veränderte Werte. Besitzt Ihr Eßtisch keine Zargen, müssen Sie eine andere Lösung für die Träger finden, die dann nach Möglichkeit an den Tischbeinen befestigt werden. Unsere trapezförmigen Plattenträger steckt man vor Auflegen des Plattenrings von außen in je zwei Bohrungen der Zarge. Bei abgenommenem Ring kommen sie unter der Tischplatte von innen in dieselben Bohrungen. Ein Bodenträger an ihrer Unterseite erleichtert das Herausziehen – wenn Ihre Gäste kommen.

Ein Etagenbett im Auto – Design

Lastwagen mögen alle Kinder gern. Darin auch zu schlafen, ist das größte Abenteuer. Ein Bauvergnügen für lange Winterabende. Natürlich, ein Etagenbett kann jeder kaufen. Aber für so ein Abenteuerbett in Form eines Lastwagens, dafür braucht man einen Heimwerker in der Familie und die Idee eines SelberMachen-Lesers, nach dessen Vorgaben wir dieses Bett entwickelt haben. Neben dem hohen Spielwert ist das Bett auch in seinen Funktionen optimal.
Sind die Kinder aus dem Spielalter herausgewachsen, kann man das Fahrerhaus abnehmen und separat aufstellen. Und aus dem Etagenbett werden zwei baugleiche Einzelbetten. Praktisch sind auch die Schubkästen hinter den Rädern, sie bieten Platz für Bettzeug oder jede Menge Spielsachen. Die Fallbretter des oberen Bettes schließlich können leicht abgenommen werden.
Durch einen Vorhang wird das untere Bett zur Spielhöhle, und er bietet Ihren Kindern auch die Möglichkeit, sich mal zurückzuziehen. Wenn dann die Trucker auf Tour gehen, ist dieser Vorhang die Plane, die die Ladung auf der Pritsche schützt. Die Planenbeschriftung zeigt allen, wer hier die Chefs der Spedition sind.

Massives Kiefernholz in Form von Leimholzplatten in den Dicken 1,8 und 2,8 cm und Leimholzstützen 5,5 x 3,5 cm sowie 5,5 x 5,5 ist das Baumaterial für unser Kinderzimmer-Möbel. Sie sollten sich nach der Zeichnung selber eine Stückliste erstellen, oder lassen Sie sich unseren Bauplan zusenden (siehe Kasten auf Seite 15), in dem Sie diese Liste und viele weitere Details zum Bau finden.
Die beiden baugleichen Betten bestehen aus fest verleimten Rahmen, die durch eingesetzte Zwischenstücke zu Etagenbetten werden. Von innen angesetzte Schraublaschen halten Betten und Zwischenstücke zusammen. Betten und Fahrerhaus werden ohne Leim, nur durch Schrauben zusammengehalten.

Damit Sie das ganze Bett auch frei aufstellen können, sind die Fahrerhaustüren an beiden Seiten zu öffnen. Aus Sicherheitsgründen bekommt das obere Bett rundum Fallbretter, die jedoch leicht wieder entfernt werden können, wenn das Bett später einzeln aufgestellt wird. Dann braucht das obere Bett auch Standbeine, die an Kopf und Fußende quer angebracht werden.

Die meisten Verbindungen der Bauteile des Bettes sind rechtwinklig. Sie sind durch Verschrauben und durch Verdübeln mit Flach- und Runddübeln einfach herzustellen. Etwas problematischer ist die Verbindung an den Seiten des

Eine selbstgebaute Lehre hilft beim Verleimen
Frontrahmens, weil der im oberen Teil geneigt ist. Die Neigung entspricht einem Winkel von 17 Grad. Wenn Sie eine Tischkreissäge mit einstellbarem Winkelanschlag besitzen, können Sie die Teile direkt zuschneiden (Schnittwinkel 8,5 Grad). Falls nicht, müs-
sen Sie die schrägen Schnittlinien festlegen und anzeichnen, in dem Sie die nach der Zeichnung abgelängten Teile auf dem Boden auslegen.

Zum Verleimen dieser Teile ist eine Lehre notwendig, die Sie aus Restholz bauen können. Zum Pressen der verleimten Teile der Betten und des Fahrerhauses brauchen Sie Zwingen mit 100 cm Spannlänge oder Spannbänder, die um das ganze Bauteil reichen.

Wenn Sie’s nun doch genauer wissen wollen: Steht alles im Bauplan.

Profilholz & Paneele – Richtig gemütlich wird es erst mit Holz

Gibt es etwas schöneres an Wand und Decke als Holz? Wer sich bei der Wohnungsdekoration erst einmal für den natürlichen Look entschieden hat, kommt an Paneelen und Profilholz nicht mehr vorbei. Sie werden staunen, wieviele Möglichkeiten es da gibt! Wer sich in Holz verguckt hat, kann davon nicht mehr lassen. Der träumt von Decken und Wänden in edel furnierten Paneelen oder massiven Profilbrettern, dem haben es die Qualität der Oberflächen und die Dekore des Materials angetan. Soll man da noch mit dem Preis kommen? Holz ist eine Entscheidung für Jahre, eine Zimmerdecke in Kirschholz, in Esche oder Eiche wechselt man schließlich nicht so schnell, wie man früher der Rauhfasertapete einen neuen Anstrich gab.
Der Markt hat sich den Kundenwünschen angepaßt. Waren früher Billigprodukte die Renner, so wird heute fast ausschließlich nach Paneelsystemen gefragt, die mehr können, als nur Wände zu verkleiden. Die vielfältigen Holzoberflächen sind perfekt lasiert oder lackiert, die Profile für saubere Anschlüsse ringsum mit Nut und Feder versehen. Zubehörleisten ermöglichen es auch dem Selbermacher, eine Arbeit ohne Fehl und Tadel hinzulegen. Und Lichtsysteme in Niedervolttechnik speziell für den Einbau in Paneeldecken bilden den krönenden Abschluß. Lassen Sie sich auf den folgenden fünf Seiten inspirieren!

Paneele für jeden Geldbeutel, ganz nach Anspruch und Geschmack

Wer sich zum ersten Mal damit beschäftigt, Wand oder Decke mit Holz zu verkleiden, muß sich zunächst darüber klar werden, was sich hinter den diversen Bezeichnungen verbirgt, die im Handel üblich sind. Wir wollen Ihnen einen Überblick vermitteln. Eine Materialvorstellung liefern Ihnen die Fotos oben. Bei Echtholzpaneelen handelt es sich um einen ringsum genuteten, 25 oder 33 cm breiten Paneelträger aus MDF-Platte, der mit Furnieroberflächen versehen ist, die sonst nur bei edlen Möbeln verwendet werden. Ihr Merkmal: symmetrisch angeordnete Furnierblumen und eine hochwertige, matte Oberfläche. Der Preis für den Quadratmeter liegt zwischen ca. 40 und etwa 100 Euro, je nach Dicke und Breite der Paneele und der Holzart.

Dekorpaneele sind im Prinzip genauso aufgebaut, ihre Oberfläche ist jedoch mit einer Folie beschichtet, die entweder eine Holzart imitiert oder -und das ist die neue und modischere Variante – graphische Strukturen aufweist. Die Vielfalt an Dekoren, verbunden mit der Möglichkeit, die Vertäfelungsflächen mit schön profilierten, folienbeschichteten Leisten einzufassen, setzt der Phantasie des Gestalters kaum Grenzen. Auch Dekorpaneele werden in verschiedenen Qualitäten angeboten. Die günstigste kostet rund 22 Mark pro Quadratmeter, für technisch aufwendigere Dekorpaneele, die auch für Feuchträume, etwa das Badezimmer, geeignet sind, muß man etwa 30 bis 40 Euro ausgeben. Dekorpaneele sind ringsum mit Nut und Feder versehen, was eine Verarbeitung mit wenig Verschnitt ermöglicht.

Bei Massivholzpaneelen handelt es sich um eine Variante der Profilbretter: durch und durch massives Holz, das ebenfalls Nuten und Federn besitzt. Drei verschiedene Längen ermöglichen das Anpassen an unterschiedliche Raumverhältnisse. Die mit diesem Material verkleideten Flächen sind – wie auch bei den klassischen Paneelen – durch dekorative Fugen gegliedert. Der Quadratmeterpreis für die matt lackierten, in sechs Holzarten verfügbaren Paneele liegt zwischen ca. 35 und 85 Mark. Massives Profilholz schließlich ist der Klassiker der Wand-und Deckenverkleidung. Eine breite Palette von Profilformen, Hölzern und Oberflächen steht zur Wahl: unbehandelt, gewachst oder lackiert. Der Preis: ab etwa 25 bis 90 Euro. Profilholz wird nicht auf Stoß, sondern in vollen Längen verarbeitet.

Perfektion mit schönen Leisten

Richtig professionell wirkt Ihre selbstgemachte Wandoder Deckenverkleidung, wenn die Ränder bzw. Schnittkanten mit Leisten sauber eingefaßt sind. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als man auf das eher dürftige Sortiment des Hobbymarkts angewiesen war, hat man es heute eher schwer, eine Entscheidung zu treffen. Denn das Angebot, mit dem die Paneelhersteller ihre Produkte ergänzen, ist vielfältig wie noch nie. Oberflächen mit Edelholzfurnieren, Leisten mit ein- oder mehrfarbigen Dekoren, mit Gold- oder Silberfolien bieten viel Raum für individuelle Kreationen. Die Muster oben zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der verfügbaren Bandbreite. Verbunden werden die Verkleidungsleisten mit den Paneelen über eingefräste Nuten oder durch spezielle Kunststoffclips zum Aufschrauben.

Einbaustrahler sind voll im Trend

Deckengestaltung mit Profilholz oder Paneelen, das geht heute beinahe immer Hand in Hand mit dem Installieren modischer und energiesparender Einbaustrahler oder sogenannter Downlights. Das Lichtsystem, das wir Ihnen hier vorstellen, ist besonders vielseitig. Es bietet eine breite Modellpalette, die mit ein paar Zusatzteilen individuell abgewandelt werden kann. Und es ist – besonders wichtig für Seibermacher – elektrisch sicher, da die Installationen nur mit Steckverbindungen gekoppelt werden müssen. Das einzige, was der Fachmann verlegen muß, ist eine Steckdose, die so angebracht sein sollte, daß sie von den Paneelen verdeckt wird. Wer seine Holzdecke samt Licht selbst verlegt, muß jedoch daran denken, die Unterkonstruktion mit Aussparungen für die Zuleitungskabel zu versehen!

Bauerngärten – Die bunte Pracht vom Lande

BauerngärtenWie gelingt solch eine tolle Mischung aus Ordnung und Vielfalt? Hier gibt’s ein paar hilfreiche Tips vom Experten für Sie! Erlaubt ist, was gefällt und schön blüht. Das ist das Wichtigste am Bauerngarten.“ Professor Warda ist Fachmann, er kennt unendlich viele Anlagen, hat sich theoretisch mit dieser Gartenform beschäftigt und schließlich im schleswig-holsteinischen Ellerhoop selbst einen Garten angelegt. „Früher wurden ausschließlich Nutzpflanzen für die Küche, die Hausapotheke oder auch für den Blumenschmuck der Dorfkirche im Garten gezogen. Heute ist das nicht mehr so wichtig. Jeder pflanzt, was ihm gefällt, am besten eine bunte Mischung aus Zierpflanzen, Kräutern und Gemüsen. Damit die Vielfalt nicht wie Wildwuchs wirkt, sind die Beete ja mit niedrigen Buchsbaumhecken eingefaßt.“ Buchsbaumhecken rund um die geometrisch angelegten Beete sind neben der Farbenpracht das einzige Muß im Bauerngarten. Damit dieser Rahmen stimmt, geht man bei der Anlage erst einmal mit Richtschnur und (fürs Mittelbeet) Schnurzirkel zu Werke. Auf den Linien, die danach gezogen werden, setzt man die Buchspflänzchen. „Mit Pflanzen aus der Gärtnerei kann so ein Garten teuer werden. Wer die Gelegenheit hat, kann auch Triebstecklinge schneiden und sie in Anzuchterde bewurzeln. Geeignet ist auch der preiswertere Liguster“, rät Warda.

Und er hat noch ein paar Tips für Anfänger:
•    Viele der Bauerngartenpflanzen wie z. B. Stockrosen, hohe Margeriten, Königskerzen werden sehr groß und überstehen starken Regen oder Sturm schlecht. Sie werden an Stäbe angebunden, die man schon setzt, wenn die Pflanzen noch klein sind.
•    Damit durch Abgeblühtes keine Lücken entstehen, braucht man immer selbst gezogene einjährige Blumen, die dann eingesetzt werden.
•    Bei zweijährigen Blumen wie z. B. Stockrosen muß man sich merken, wie sie im blütelosen ersten Jahr aussehen, damit sie nicht gejätet werden.
•    Von besonders schönen Sorten sammelt man Samen, die im Frühjahr auf der Fensterbank gezogen werden.

Phantasievolles Spiel mit Kreisen und Quadraten
Die strengen Grundrisse der Bauerngärten haben einen ganz praktischen Grund: Sauber abgegrenzte Wege lassen sich leichter unkrautfrei halten, übersichtliche Beete gut pflegen und bepflanzen. So sparten sich die Bäuerinnen viel Arbeit und konnten gleichzeitig den vorhandenen Platz für möglichst viele Pflanzen nutzen. Heute geht es weniger um praktische Vorzüge als um Schönheit. So darf auch mit den Formen gespielt werden -erst auf dem Zeichenblatt, dann im Garten selbst.

Variationen über den Bauerngarten: Je nach Größe des Grundstücks läßt sich aus Quadrat oder Rechteck der Grundriß der Anlage entwickeln. Dabei muß nicht unbedingt ein Rondell in der Mitte sein, es genügt auch eine Wegkreuzung, die zusätzlich noch betont werden kann, zum Beispiel mit einem Blumenkübel.

Der Carport-Anbau: großzügiges Aussehen und noch mehr Platz vol.4

Der Carport-AnbauEin einfacher Bausatz-Carport (nach Art des hier gezeigten Brügmann-Modells „Zolder“) ist nichts weiter als ein Dach auf sechs Pfosten. Er erfüllt so zwar seinen ureigenen Zweck, dem Auto Wetterschutz zu bieten, aber damit hat es sich auch schon.

Uns war das nicht genug, und deshalb haben wir den Bausatz als Keimzelle aufgefaßt und in Form einer Pergola erweitert. Dieser Anbau entsteht, indem wir auf dessen Länge am Dach des „Stammhauses“ keine Blende anbringen, sondern fünf der insgesamt acht Dachreiter verlängern und damit auch die Blende entsprechend nach außen versetzen. Der so geschaffene Dachvorsprung ruht auf zwei weiteren Pfosten, die ein quadratisches Rankzaunelement rahmen.

Da der Bausatz-Carport mit (den zum Lieferumfang gehörenden) Wellenprofil-Dach-platten aus Kunststoff gedeckt wird, haben wir uns das gleiche Material im Baumarkt besorgt und unser Vordach damit versehen. Zusätzlich wollten wir einen Sichtschutz anbringen und dem Carport den Charakter einer Garage geben. Deshalb haben wir die Zwischenräume zwischen den Pfosten einer Längsseite mit Flechtzaunelementen verschlossen. Vor eine Schmalseite haben wir ein weiteres Flechtzaunquadrat gesetzt, und zwar ebenfalls eingefaßt von zwei Pfosten. Oben haben wir es am äußeren Reiter festgeschraubt. Wenn Sie einen Abstellplatz für Fahrräder und Gartengeräte einrichten wollen, können Sie auf den Rankzaun am Anbau verzichten und diesen statt dessen ebenfalls – an allen drei Seiten – mit je einem Flechtzaunelement versehen. Ein Mehrzweck-Carport ganz nach Ihren Wünschen.

BAUAMT UND NACHBARN: VERMEIDEN SIE STREIT UND KLAGEN
■    Carports sind im allgemeinen genehmigungspflichtig. Pauschale Aussagen zu den gesetzlichen Bestimmungen lassen sich aber nicht machen, weil große regionale Unterschiede bestehen (Stichwort: Ortssatzung). Deshalb raten wir Ihnen dringend, sich beim Bauamt nach den örtlich geltenden Bedingungen zu erkundigen. Fragen Sie, welche Unterlagen Sie gegebenenfalls einreichen müssen.
■    Denken Sie auch daran, daß Sie keinen Krach mit Ihren Nachbarn provozieren: Ein Carport an der Grundstücksgrenze bedeutet eventuell eine Beeinträchtigung, zum Beispiel, wenn er die Lichtverhältnisse verändert. Also: Kündigen Sie Ihr Vorhaben am besten an und holen Sie das Einverständnis der Betroffenen ein – möglichst schriftlich.

So machen Sie aus dem Anbau einen Schuppen
Zu einem vielseitig nutzbaren Schuppen können Sie den Vorbau erweitern: Die drei nach außen gerichteten Seiten werden jeweils mit einem quadratischen Flechtzaunelement geschlossen. In Fortsetzung des Carport-Daches überdecken die Wellenprofil-Dachplatten auch den Vorbau. Sie bestehen aus einem Kunststoff, dem die Sonneneinstrahlung nichts anhaben kann. Allerdings muß er immer frei umlüftet sein.

Der Anbau beginnt: Wir haben die Dachreiter um 1,05 m verlängert und zur Verbindung beider Teile einfache Nagelbleche verwendet. Die Blende darf auch hier nicht fehlen, damit sich ein geschlossenes Erscheinungsbild ergibt. Die Maße der Bretter: 12 x 2 cm.  Die Pergola mit den fünf verlängerten Reitern, den zusätzlichen Pfosten und Sattelbalken ist aus dieser Perspektive gut zu erkennen.  Die Zweiteiligkeit der Blende kommt auf diesem Foto gut zur Geltung. Die Ecken werden vorgebohrt und stumpf zusammengeschraubt.  Die offene Seite und die Rückfront haben wir mit Flechtzäunen aus dem Baumarkt verschlossen, damit kein Einblick möglich ist.  Zur Befestigung des Flechtzauns gibt es im Baumarkt spezielle einschraubbare Winkel, sie sind als Flechtzaunbeschläge bezeichnet.

Die Regenrinne am Dach: ein Segen für Ihren Garten vol.3

Die Regenrinne am DachIm allgemeinen ist es nicht notwendig, einen Carport dieser Größe mit einer Regenrinne auszustatten. Aber zwei gute Gründe kann es geben, es doch zu tun. Erstens verhindert eine Regenrinne, daß ein ungebän-digter Wasserschwall zum Beispiel über die empfindlichen Pflanzen eines angrenzenden Beetes herfällt. Dann machen die Blüten einen ziemlich geknickten Eindruck. Zum zweiten spricht für die Regenrinne, daß sie den Niederschlag als Gießwasser nutzbar macht. Bekanntlich bekommt Regenwasser den Pflanzen besonders gut, von den gesparten Kosten für das (teure!) Leitungswasser ganz zu schweigen.

Deshalb empfiehlt es sich, das Fallrohr – siehe Kasten – mit einem Regensammler zu versehen, der das Wasser in eine Tonne ableitet. Eine andere Möglichkeit besteht darin, am Fallrohr eine Wasserablaufklappe zu installieren. Sie fungiert als Tülle. Je nach Position lenkt sie das Regenwasser in ein Gefäß um oder läßt es in freiem Fall passieren. Die hier verwendete Dachrinne „duplex“ (Marley) nimmt so wenig Platz in Anspruch wie eine mit bogenförmigem Profil, hat aber wegen ihres ovalen Querschnitts ein größeres Fassungsvermögen.

Die Blenden sind zweigeteilt, fangen Sie mit der jeweils unteren an: Sie wird auf das Kopfholz der Reiter bzw. Sattelbalken geschraubt.

Die Überstände der Blendenbretter werden nicht auf Maß geliefert und deshalb unmittelbar an der anschließenden Blende abgesägt.

Auf die untere, schon montierte Blende wird – nach oben versetzt -jeweils eine zweite aufgeschraubt, und zwar mit rostfreien Schrauben.

Das Material zur Montage der Dachrinne auf einen Blick: Rinnenformteile und -halter, Spezialkleber, Anschlußstücke, Reiniger.

Die Rinnenhalter werden im Abstand von 50 cm auf den Balken geschraubt und bilden ein Gefälle von ca. 2,5 mm pro Dachrinnen-Meter.

Die Rinnenteile werden zusammengeklebt, dann in die Nuten der Halter eingeklinkt. Fallrohrstutzen und Endstücke vorher montieren.

Die Regenrinne liegt hinter der Blende auf den beiden Sattelbalken. Ein weiterer Blickfang: das Faß.

In das Fallrohr wird ein Regensammler mit einem Überlaufstop eingebaut. Diese Vorrichtung dient dazu, das Wasser in die Kanalisation umzuleiten, sobald die Regentonne vollgelaufen ist.

Der Carport aus dem Bausatz: Aufbau leichtgemacht vol.2

Der Carport aus dem Bausatz Aufbau leichtgemachtSelbstverständlich liegt jedem Bausatz eine ausführliche Anleitung bei, damit die Montage mit Sicherheit gelingt. Sie sollen aber jetzt schon erfahren, was auf Sie zukommt, deshalb zeigen wir Ihnen auf dieser Seite schon einmal die wesentlichen Arbeitsschritte.
Um das Bauwerk stabil zu verankern, müssen die Pfosten gut 80 cm, besser 95 cm tief in den Boden eingelassen werden. Sie dürfen keinesfalls versäumen, am Fuß der Pfosten beidseitig die sogenannten Sogbretter zu montieren, kleine Brettchen mit der entscheidenden Funktion, sich gegenüber den unter das Dach greifenden Windkräften im wörtlichen Sinne querzustellen. Ohne diese unscheinbaren Hilfsmittel, die schon mit jeweils vier Nägeln ausreichend fixiert sind, wäre ein Orkan tatsächlich in der Lage, den ganzen Carport aus der Verankerung zu heben. Die zum Bausatz gehörenden Pfosten bestehen aus druckimprägnierter Fichte, sind also dank der Vorbehandlung des Materials widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. Deshalb ist es möglich, die Pfosten mit unmittelbarem Erdkontakt in den Boden zu setzen. Trotzdem empfehlen wir, auf Nummer Sicher zu gehen, jeweils eine etwas größere Grube auszuheben und mit Kies oder sogar Zement zu verfüllen.

1. Pfosten setzen: Die einzelnen Pfosten werden am Fuß mit jeweils zwei Sogbrettern versehen, damit sie gegen Windkräfte gesichert sind.
2. Die gegenüberliegenden Balken müssen exakt die gleiche Höhe haben. Mit Richtbrett (oben quer) und Wasserwaage horizontal ausrichten.
3. Die Sattelbalken ruhen auf ausgeklinkten Pfosten und haben in Längsrichtung ca. 3 % Gefälle. Mit der Hängewasserwaage überprüfen.
4. Am Pfosten werden durch vier vorgebohrte Löcher (3 mm) die Sattelbalken festgeschraubt. Jeweils ein L-Winkel schafft zusätzlich Halt.
5. Damit sich das Gefälle des Daches gleichmäßig ergibt, werden bereits die ersten beiden Pfosten mit dem Sattelbalken ausgerichtet.
6. Sämtliche Reiter werden nebeneinandergelegt, damit sich die L-Win-kel bei jedem einzelnen jeweils an gleicher Stelle montieren lassen.
7. Die Reiter im Abstand von 70 cm auf die Sattelbalken schrauben – am besten mit Hilfe einer entsprechend zugeschnittenen Abstandsleiste.
8. Der Rohbau steht. Nochmals das Gefälle überprüfen. Den letzten Reiter um ca. 8 cm zurücksetzen, damit später die Dachrinne Platz hat.
9. Zur Eindeckung des Dachs dienen Kunststoffdachplatten aus Trapezprofil. Vor dem Verschrauben die Dachplatten vorboren (Ø 5 mm).

Dachplatten verlegen in der angegebenen Reihenfolge. Beachten Sie das Gefälle: Die höhergelegenen Platten werden als zweites verlegt (Pos. 5 bis 8). Maße in mm.

Die Dachplatten aus Kunststoff werden auf den Reitern mit speziellen Dachschrauben befestigt, zu denen Abstandhalter (unten) und Abdeckkappen (oben) gehören. Die Platten greifen mit jeweils einem Wellenberg und Wellental ineinander (Maße in cm).

Ein Mehrzweck-Carport ganz nach Ihren Wünschen vol.1

CarportCarports werden immer beliebter. Kein Wunder, denn sie halten das Auto schön trocken, sie sind gar nicht mal so teuer, und der Aufbau ist recht einfach. Für uns nicht genug. Wir wollten mehr aus dem Unterstand machen: ein Bausatz mit schönen Ergänzungen.

Das Image einer Garage auf Sparflamme hat der Carport längst abgelegt. Mehr noch: Im Gegensatz zu dem rundum geschlossenen Gehäuse läßt ein Carport, der im wesentlichen aus einer Überdachung fürs Auto besteht, eine ständige Luftzirkulation zu. Das hat für den fahrbaren Untersatz den Vorteil, daß nach einer Fahrt durch Regen oder Schnee die Feuchtigkeit zügig verdunsten kann, statt in aller Ruhe dem Rostfraß Vorschub zu leisten.

Ein Carport ist heute in seiner schlichtesten Form schon für knapp 500 Eur als Bausatz zu haben. Das gilt jedenfalls für den von uns gewählten Bausatz (Modell „Zolder“) der Firma Brügmann, der in Baumärkten angeboten wird. Einen Carport mit nennenswert geringeren Kosten von A bis Z zu realisieren, wird auch keinem findigen Selbermacher gelingen. Und handwerkliches Geschick kann man auch schon beim Bausatz unter Beweis stellen – in zumutbarem Umfang.
Die Stunde des leidenschaftlichen Heimwerkers schlägt, sobald es an den Ausbau, an die Veredelung des Carports geht. Während die von uns montierten Blenden rund ums Dach gleichfalls als vorgefertigtes Zubehör angeboten werden, stellen die dem Sichtschutz dienenden Flechtzäune, vor allem aber der kleine Anbau in Form einer Pergola mit Rankzaun Ergänzungen dar, die über den Bausatz hinausgehen. Hier kommen Eigeninitiative und Individualität zu ihrem Recht.

Wir wollen nicht verschweigen, daß es in einem Detail zu einer – allerdings ziemlich unerheblichen – Einschränkung kommen kann: Sollte es in Ihrem Baumarkt keine Kanthölzer geben, deren Maße dem vorgegebenen Material des Bausatzes auf den Zentimeter genau gleichen, dann sind die Nahtstellen zwischen dem Bausatz-Carport und den Anbauten als geringfügige Ver-sprünge zu erkennen. Aber wen irritiert das schon? Erfahrungsgemäß hat allein der Erbauer ein Auge für solche Unstimmigkeiten, und selbst der übersieht sie bald.
Wenn Sie mit der Erweiterung des Carports erst einmal auf den Geschmack gekommen sind, können Sie sich natürlich noch ganz andere Ziele setzen. Zum Beispiel läßt sich der Anbau, der mit seinen Rankgittern an eine Pergola erinnert, über den Carport hinaus zu einer Art Laubengang verlängern, und das womöglich im Wechsel zwischen Rankgittern und verschiedenartig gemusterten Flechtzäunen.

Für eine attraktive Begrünung der Rankgitter sorgen zum Beispiel Efeu, Geißblatt (Jelängerjelieber), Blauregen (Glyzine), die verschiedenen Knötericharten (Polygonum), Waldrebe (Clematis) und der wegen seiner leuchtendroten Herbstfärbung beliebte Wilde Wein.

Der Ausgangspunkt unseres Bauvorhabens ist ein preiswerter Carport aus dem Baumarkt, den wir des besseren Aussehens wegen rund um das Dach mit Blenden ausgestattet haben. Sie sind ebenfalls als Bausatz erhältlich.

Unser An- und Ausbau: Zum einen haben wir fünf der Dachreiter verlängert, um mit Hilfe eines Rankzauns eine Pergola anzufügen. Dann sind Flechtzaunelementen hinzugekommen, die als Sichtschutz dienen.

Materialliste

Nr. Stück Bezeichnung Maße (cm)
1 4 Pfosten 9 x 9 x 240
2 1 Sattelbalken 12 x 4,5 x 3
3 5 Reiter 12 x 4,5 x 1,05
4 5 Nagelbleche 18 x 4
5 9 L-Winkel 4 x 4 x 4
6 4,2 lfd. M. Blende 12 x 2
7 3 Flechtzäune 180 x 180
8 1 Rankzaun 180 x180
9 1 Dachplatten 109 x 300
10 25 Schrauben, Dichtscheiben, Abstandshalter

 

Pflanzen Sie jetzt für den Frühling

Wenn die letzten Rosen noch blühen, kommen schon die Blumenzwiebeln für die nächste Saison in die Erde. Wir verraten Ihnen, wie es ein bunter Frühling wird.

Aus den größten Zwiebeln gehen die prächtigsten Blumen hervor. Deshalb sollten Sie beim Einkauf wählerisch sein und nur glatte, feste, unbeschädigte Exemplare nehmen. Denn Zwiebeln sind die Speicherorgane, in denen alles enthalten ist, was die Blume für ihre Entwicklung braucht.

Wie es mit den Zwiebelblumen weitergeht, hängt vor allem vom Boden ab. Ideal ist durchlässige, lockere Erde mit einem pH-Wert von etwa 7 (also neutral), der gut mit Nährstoffen versorgt ist.
•    Der Boden sollte möglichst 20 cm tief gelockert und unkrautfrei sein. Ist er verdichtet oder zu naß, setzt man Sand, Styromull o.ä. zu, um ihn durchlässiger zu machen.
Als Vorbereitung eignet sich auch ein Bewuchs mit Gründünger oder die Abdeckung mit Mulch bzw. Kompost. Frischer Stallmist dagegen eignet sich nicht.
• Die Zwiebeln kommen zweimal so tief in den Boden, wie sie dick sind. In schwere, kalte Böden setzt man sie etwas flacher, in sandige, warme etwas tiefer. Ist der Boden sehr fest, können Sie eine Dränageschicht aus Sand, Kies oder Split ins (entsprechend tiefere) Pflanzloch geben und die Zwiebel darauf setzen.
•    Organischer Dünger wie Horn- oder Blutmehl oder eine Abdeckung mit Komposterde versorgt die Zwiebeln während der Anwachsphase mit Nährstoffen. Zu Beginn der Vegetationsperiode haben die Zwiebeln einen hohen Nährstoffbedarf – dann vertragen sie auch mineralische Dünger.
•    Sollte der Boden bei der Pflanzung trocken sein, werden die Zwiebeln angegossen, am besten mit Regenwasser.
•    Eine Decke aus Laub, Reisig oder Mulch tut allen neu gepflanzten Zwiebeln gut und gibt ihnen beste Voraussetzungen für den Start im Frühjahr.

Sorten für Naturgarten, Kasten und Rabatte
■    Zum Verwildern eignen sich Allium, Schneestolz, Krokus, Schneeglöckchen, Märzenbecher und Traubenhyazinthe.
■    Im Balkonkasten wachsen Schneeglanz, Krokus, Winterling, Schneeglöckchen, Zwiebeliris, Zwerg- und Wildnarzissen, Blaustern, Botanische Tulpen.
■    Für die Staudenrabatte eignen sich Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Lilien, Steppen-kerze, Iris-Hollandica-Hybriden, Krokus, Allium-Arten, Inkalilie, Sterngladiole, Kaiserkrone und Glockenblaustern.

Lilien, Steppenkerze, Sterngladiole und Inkalilie sollten im Haus überwintern bzw. Winterschutz bekommen. Hochgezüchtete Tulpen jährlich aus dem Boden nehmen, Narzissen und Hyazinthen nach 3 bis 5 Jahren.

Zwiebeln in Kästen und Kübeln
Blähton, Scherben oder Kies dienen als Dränage, bedeckt mit wasserdurchlässigem Vlies, darauf etwa 3 cm Erde: So wird der Kasten schichtweise gefüllt.
Die Zwiebeln nach Größe sortieren. Am tiefsten liegen die großen Zwiebeln, dann Erde auffüllen und nach und nach die kleineren in Schichten versetzt zueinander einsetzen.
Wenn sich im März die Triebspitzen zeigen, entfernt man die Decke aus Laub oder Reisig. Der Kasten bleibt über Winter auf dem Balkon, gegen Frost eingehüllt in Stroh, Holzwolle oder Styropor.

Tips fürs Pflanzen im Garten
So, wie die Zwiebeln gepflanzt werden sollen, legt man sie auf der Räche aus. Am schönsten wirken Gruppen von mindestens fünf Blumen derselben Sorte.
Mit dem Zwiebelpflanzer geht die Arbeit schnell von der Hand. Je nach Bodenbeschaffenheit können Sie etwas organischen Dünger (z.B. getrockneten Rinderdung) mit ins Pflanzloch geben.
Ein guter Schutz gegen Wühlmäuse ist der Pflanzkorb. Er eignet sich auch ideal für empfindliche Zwiebeln, die nach der Blüte aus dem Boden genommen und im Haus überwintert werden.