Monthly Archives: Januar 2016

Fertigparkett mit Ölversiegelung

Fertigparkett mit Ölversiegelung„Parkett Star Extrema“ ist ein strapazierfähiger Boden ohne synthetische Zusätze. Das Besondere: Die Versiegelung besteht nicht aus Lack, sondern aus natürlichem, unverwüstlichem Nußöl. Es dringt in das Holz ein, polymerisiert beim Trocknen und verleiht dem Parkett seine einzigartigen Eigenschaften. Es ist ein reines Naturprodukt, pflegeleicht und strapazierfähig. Sogar Oberflächenschäden lassen sich reparieren, Kratzer oder Brandflecken werden ganz leicht entfernt (s. unten). „Star Extrema“ wird in acht Holzarten angeboten.

Ärgerlich, aber nicht mehr unbedingt ein Fall für die Haftpflichtversicherung: Brandflecken auf dem Parkett.

Zuerst schleift man die beschädigte Stelle vorsichtig mit Stahlwolle an und entfernt so alle Rückstände.

Mit einem weichen Tuch wird dann die angeschliffene Schadstelle mit Nußöl überstrichen.

Je öfter man Öl aufträgt, um so feiner wird die Oberfläche. Einmal im Jahr sollte der Boden regeneriert werden.

Einfach aus Sperrholz – Ein Zuhause für alle Stofftiere

Sperrholz - Ein ZuhauseEine Tierart ist mit Sicherheit nicht vom Aussterben bedroht: die der Plüschtiere, der Beweis dafür ist in jedem Kinderzimmer zu finden. Nur: Wo bringt man sie alle unter? Diese Ritterburg ist eine Lösung – und natürlich auch schon für sich allein genommen ein attraktives Spielzeug. Weihnachten steht vor der Tür und damit eine neue Invasion von Stofftieren. Vom kleinsten Plüschkäfer bis zum fast lebensgroßen Eisbären werden die Kuschel- und Schmusetiere von Tanten, Großvätern und Freunden auf die Gabentische der Kleinen getragen. Was sie dann letztlich zu heißgeliebten oder zu nur geduldeten Mitbewohnern im Kinderzimmer macht, entscheiden allein die neuen Besitzer.
Aber ein würdiges Zuhause brauchen natürlich alle Stofftiere, die derzeit heißgeliebten und auch jene, die im Moment nicht so zu den Favoriten gehören. Ein einfacher Kunststoffkasten oder eine Schublade sind für die netten Kuschelfreunde natürlich nicht angemessen und entsprechen auch nicht ihrem materiellen Wert. Der ist, besonders bei Sammelserien mit limitierten Auflagen und Repliken von Klassikern unter den Stofftieren, nicht unerheblich.
Wir haben eine angemessene Bleibe für die kleinen Lieblinge geschaffen: eine Burg mit vielen Fenstern, Zinnen und Balkonen, wo die Tiere gut untergebracht sind. Dort sind sie immer präsent, bei Bedarf schnell zur Hand und haben selbst das Kinderzimmer immer gut unter „Kontrolle“.
Ein Heim für die Stofftiere in Form einer Burg zu bauen, soll nur ein Vorschlag sein. Nach gleichem Bauprinzip, das auf der folgenden Seite beschrieben wird, lassen sich ebenso gut ein Leuchtturm, ein Hochhaus, ein Felsen mit Höhlen oder andere Bauten herstellen. Form und Größe richten sich nach Ihrer und der Phantasie Ihrer Kinder, nach dem vorhandenen Platz sowie der Anzahl und Größe der Tiere, die ein Zuhause brauchen.

Augen auf beim Plüschtierkauf! – Billige Stofftiere können Gifte enthalten und verletzende Metallteile besitzen. Achten Sie beim Kauf auf die CE-Kennzeichnung auf dem Etikett. Sie garantiert, daß die sicherheitstechnischen Vorschriften der EU erfüllt werden.

Baumaterial für unsere Stofftierburg ist 9 mm dickes Sperrholz. Gebaut werden drei Elemente, die beiden Seitentürme und ein Mittelteil, die dann miteinander verschraubt werden. Tor- und Fensteröffnungen werden vorher aus den Frontplatten ausgesägt und die Sägekanten mit Schleifpapier leicht angefast. Die Sperrholzeinzelteile werden an den Ecken stumpf gegeneinander gesetzt und mit Leim und Nägeln zusammengefügt. Verwenden Sie dazu Drahtstifte mit gestauchten Köpfen. Sie werden flächenbündig eingeschlagen und sind später kaum noch zu sehen.
Die Gestaltung der Oberfläche bleibt Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Wir haben Felssteinkonturen direkt auf des Holz gemalt.

Die Stofftierburg besteht aus drei Elementen. Sie werden einzeln fertig zusammengebaut und bemalt und mit farblosem Acryllack versiegelt. Dann die drei i Elemente miteinander verschrauben. Mit kräftigen Schrankaufhängern kann die Burg auch an die Wand gehängt werden. Steht sie auf dem Boden, sollte das Bauwerk durch Verschrauben mit der Wand gegen das Vorkippen gesichert werden.

Mit einer Kreissäge werden die Einzelteile nach den Angaben in der Zeichnung zugeschnitten. Dann Tor-und Fensterausschnitte aufzeichnen.
Zum Einsetzen des Sägeblattes in die Fensterausschnitte Löcher bohren und die Konturen aussägen. Sägekanten mit Schleifpapier glätten. Die Einzelteile der drei Elemente stumpf verleimen und vernageln. Für gleiche Abstände einen Zuschnitt als Lehre mit einer Zwinge fixieren.
Rückwände und Fronten werden ebenfalls aufgeleimt und genagelt. Sie geben Stabilität und sorgen für die Rechtwinkligkeit der Elemente.  Die Brüstungsteile mit den ausgesägten Zinnen werden von außen gegen die Mauern des Mittelteils geleimt und ebenfalls genagelt.
Die Türme bekommen eine umlaufende Brüstung, die von außen angesetzt wird. So entsteht der Eindruck eines Mauervorsprungs. Rundhölzer werden als Fahnenstangen von innen gegen die hintere Brüstung geleimt. Oben kommen Holzkugel und Stander an die Stange.
Mit einem Filzstift werden die Konturen der Steine vorgezeichnet. Dann die Flächen mit giftfreier Plakatfarbe ausmalen und farblos überlackieren.

Geht’s ohne schleifen?

Gibt es einen Lack, mit dem man Fensterrahmen – ohne Abbeizen oder Abschmirgeln – überstreichen kann?

Unsere Antwort: Verwenden Sie einen Ventilationsgrund, z. B. „Venti 1-2-3“ von Glasurit. Damit können Sie den ersten und zweiten, ggf. auch den dritten Anstrich ausführen. Eine Vorstreichfarbe brauchen Sie dann nicht. Ums Schmirgeln kommen Sie allerdings nicht herum (Schleifpapier Körnung 120 bis 150), sonst hält kein Anstrich dauerhaft.

Wärmeschutz einfach selbst gemacht?

Ich habe die Umverpackungen aus Styropor von diversen Elektrogeräten gesammelt und kürzlich mit meinem Gartenhäcksler zu kleinen Flocken zerkleinert. Die möchte ich jetzt als Dämm-material unter den Dielen meines Bodens verwenden. Geht das? 

Unsere Antwort: Verpackungsmaterial aus Hartschaum sollten Sie grundsätzlich nicht zur Dämmung im Haus verwenden. Zwar bietet das Material, wenn es verdichtet wird, eine gewisse Wärmeisolierung, und das ist sicherlich das, was Sie erreichen möchten, doch entspricht es nicht den gültigen Brandschutzbestimmungen. Tatsächlich entzündet es sich sehr leicht, was bei zugelassenen Dämmaterialien nicht der Fall ist. Ihr Styropor sollten Sie deshalb als Sondermüll beim nächsten kommunalen Recyclinghof abgeben. Kein großer Verlust übrigens, denn auch zur Trittschalldämmung eignet es sich nicht.

Vertiko im Landhausstil vol.2

Vertiko im LandhausstiDer Korpus: durch und durch massive Kiefer – Schaff’ ich’s oder schaff ich’s nicht, das Vertiko nachzubauen? Wer sich diese Frage stellt, weil ihm das schöne Landhausmöbel gefällt, der wird beim Betrachten der Konstruktionszeichnung und der Arbeitsfotos auf dieser Seite zu einer Antwort finden. Die Zeichnung links macht deutlich, daß das Bauprinzip, nach dem dieses Vertiko entstand, recht einfach ist: Holzdübel und Leim sorgen bei den stärker belasteten Verbindungen für Stabilität. Die Rückwandplatte wird mit Schrauben in einem Falz befestigt, der Schubladeneinsatz wird ebenfalls mit dem Korpus verschraubt. Und alle sonstigen Verbindungen wie z. B. die der Lisenen mit den Schrankseiten und die Hohlkehlleiste mit dem Deckel werden schlicht angeleimt und -gestiftet. Konstruktive Hürden gibt es bei diesem Möbelstück also nicht. Aber trotzdem müssen Sie über eine Reihe von Elektrowerkzeugen verfügen, wenn das Werk den Meister loben soll. Schauen Sie sich die Fotos an, dann sind Sie über die wichtigsten Schritte im Bilde. Für den Zuschnitt der Einzelteile nach Stückliste (siehe Bauplan) benötigen Sie eine Tischkreissäge. Damit werden auch die Seiten sowie Unterboden und Deckel ausgefälzt. Eine Bohrmaschine und eine Dübelhilfe braucht man, um die Dübellöcher paßgenau und mittig zu bohren. Zum Profilieren der Lisenen bzw. auch zum Fälzen der Schranktüren ist eine Oberfräse nötig. Und zum Aussägen der Schrankblende mit ihren ge-schwungenen Enden brauchen Sie eine Stichsäge. Bliebe noch der Schwingschleifer zu erwähnen, mit dem Sie für eine glatte Oberfläche sorgen und alle Holzkanten ein wenig abrunden. Die für den Bau notwendigen Handwerkzeuge gehören zum Standard in jeder Hobbywerkstatt.

Diese Skizze macht klar, wie einfach dieses Vertiko aufgebaut ist. Das Material: Leimholzplatten in Kiefer, 18 und 28 mm dick. Einzige Ausnahme: die Sperrholz-Schubfächer. Die Rückwand, aus zwei 40 cm breiten Leimholzplatten zusammengeleimt, wird in den Falz eingepaßt und mit Spaxschrauben befestigt.
Verleimen und verschrauben müssen Sie auch den Schubladeneinsatz, der danach als ganzes Bauteil mit dem Korpus verbunden wird.
Die Blende mit den geschwungenen Enden, mit der Stichsäge ausgeschnitten, wird mit Holzdübeln und Leim mit beiden Lisenen verbunden. Eine Hohlkehlleiste, auf Gehrunggeschnitten, wird unter den Dek-kel gestiftet, wenn die Lisenen samt Blende an den Korpus geleimt sind.
Die Rahmen der Schranktüren, verleimt und verdübelt, werden auf ihrer Rückseite ausgefälzt. Dazu braucht man Oberfräse und Beitel.
Stecheisen und ein Streichmaß benötigen Sie, um die Messingbänder in das Rahmenholz der Türen und in die Halteleisten einzulassen. Ein Feinschliff mit Schwingschleifer und 220er Korn folgt, wenn das Holz nach dem Wässern (feuchter Schwamm!) wieder trocken ist. Seidigen Glanz und eine betonte Maserung zeigt das Holz, wenn es mit farbloser Möbellasur behandelt wird. Bis zu dreimal streichen!

Vertiko im Landhausstil vol.1

Vertiko im LandhausstilVor Weihnachten kann der Platz hinter den Schranktüren als Versteck für die vielen Geschenke gelten. Die übrige Zeit aber macht das Vertiko Furore als Geschirrschrank, als Anrichte oder als Flurmöbel!

Mit seinen Maßen von 158 cm Höhe, einer größten Breite von 86 cm und einer nutzbaren Tiefe von nur 34 cm ist unser Landhaus-Ver-tiko ein eher zierliches Möbel, aber dennoch zeigt es Größe. Die nämlich liegt in seiner ausgewogenen Form, im massiven, hochwertigen Kiefernleimholz, in der feinen, veredelten Oberfläche. Und in der Tatsache, daß dieses Vertiko überall Aufmerksamkeit erregt – ganz egal, für welchen Zweck es verwendet wird.
Wenn Sie zum Beispiel Ihr Porzellan nicht immer von der Küche an den Eßplatz tragen mögen, nutzen Sie das Vertiko als Geschirrschrank. Der Stauraum hinter den beiden Türen unten ist groß genug, um ein Service für sechs Personen aufzunehmen, und die große Schublade darüber bietet sich an für den Besteckkasten und zum Verwahren von Tischkerzen samt Kerzenständer. Platz zum Abstellen von Schüsseln und Saucieren gibt’s auf dem Mittelboden über der großen Schublade, und Kleinkram wie Servietten und Serviettenringe kann man ohne Mühe in den drei kleinen Schubfächern verstauen.
Richtig eingestimmt auf eine Wohnung mit behaglicher Atmosphäre werden Ihre Besucher hingegen, wenn Sie Ihr Landhaus-Vertiko im Flur plazieren. Derbe Schuhe, Gummistiefel, Regenmantel oder Schals finden dann hinter den Türen Platz, Handschuhe und Mützen im großen Schubfach – und auf dem Mittelboden prangt ein Blumenstrauß.
Für wie viele weitere Aufgaben das Vertiko noch geeignet ist, müssen wir nicht aufzählen: Sie haben ja genug Phantasie! Wie das Möbel gebaut wird, haben wir auf den folgenden Seiten beschrieben.

Auf Maß zugeschnitten werden die Schrankseiten, Böden, Lisenen und Rahmen mit der Kreissäge. Das Material: 18 und 28 mm Leimholz.
Mit Leim und Holzdübeln werden die einzelnen Bauteile fest verbunden. Die Dübellöcher bohrt man mit Hilfe einer fixierbaren Bohrlehre. Sechs lange Zwingen oder drei Spanngurte benötigen Sie, um die Schrankseiten mit den festen Böden zu verleimen. Zwingen gut spannen! Leim, Hammer und Klopfholz werden benötigt, um den Deckel auf die Dübel der Schrankseiten zu fügen. Gut sichtbar: der Rückwandfalz.

Bäume und Sträucher für den Heidegarten

Der vielfarbige Teppich der Heidekrautgewächse bestimmt den Charakter des Gartens, doch es gibt viele Pflanzen, mit denen sich schöne Form- und Farbkontraste schaffen lassen. Ganz wichtig ist der Säulenwacholder, der für Heidelandschaften typisch ist. Zierliche, helle Birken bringen Leichtigkeit in die Anlage, Fichten und Kiefern ungewöhnliche, oft bizarre Wuchsformen. Farbkontraste bringen üppig blühende Rhododendren und Azaleen, aber auch Zwiebelblumen wie Schachbrettblumen, Blaustern, Sauerklee sowie anspruchslose Stauden. Geeignet sind Frühlingsanemonen, Katzenpfötchen, Mauerpfeffer, Heidenelken, Lichtnelken, Glockenblumen. Und damit auch Vögel im Garten Nahrung finden, kann man Torfmyrte, Scheinbeere und Preiselbeere pflanzen.

Die Pflanzenmischung gelingt eigentlich immer, wenn man sich auf Sorten beschränkt, die ähnliche Bodenansprüche stellen. Denn sie wachsen auch in der Natur in ähnlichen Biotopen und können den harmonischen Gesamteindruck nicht stören.

Je prächtiger die Begleitpflanzen sind, desto sparsamer sollten sie allerdings eingesetzt werden. Denn der Charme des Heidegartens liegt in der Ruhe, die von großflächigen Heidekrautteppichen ausgeht, die in zarten oder gebrochenen Farben blühen. Und dieser Charme kann durch einzelne Kontrastpflanzen betont, aber durch zu viele auch leicht übertönt werden.

Heidelandschaft: Hügel und Tümpel
Wenn der Heidegarten ganz neu angelegt wird, ist das eine gute Gelegenheit, auch die Bodenform im Garten etwas zu verändern. Die Pflanzungen wirken noch einmal so schön, wenn kleine Hügel angelegt werden – vielleicht mit dem Boden, der beim Aushub eines Teichs anfällt. Er wird mit Moorbeetpflanzen besetzt, die man in Spezialgärtnereien bekommt.

Ein Garten für alle Jahreszeiten

Dunkles Violett, Zartrosa, Weiß, Kupfer, Creme oder Moosgrün: Ein Heidegarten zeigt immer Farbe und braucht kaum Pflege. Einfach ein Stück Landschaft rund ums Haus, das kann ein Heidegarten sein. Dicht bewachsen und wie von selbst entstanden, dennoch so geplant, daß zu jeder Zeit irgendeine der zahllosen Heidepflanzensorten blüht.
So ein Garten strahlt Ruhe aus, und er erlaubt auch dem Gartenbesitzer viel Zeit für Muße. Denn wer einen Heidegarten hat, muß kaum Arbeit investieren, um ihn zu pflegen. Heidepflanzen sind extrem genügsam, sie müssen außer in langen regenarmen Perioden nicht gegossen werden, und Dünger schadet ihnen fast mehr, als er nützt. Eine Portion Gartenkompost im Frühjahr reicht für das ganze Jahr. Einzig an Boden und Standort stellen Heidepflanzen besondere Ansprüche: Der Boden muß kalkfrei und moorig oder sandig sein, der Standort vollsonnig. Unter solchen Bedingungen ist der Garten schon nach wenigen Jahren dicht bewachsen, Unkraut zupfen, hacken und graben gehören der Vergangenheit an. Nur ein jährlicher Schnitt nach der Blüte ist notwendig. Was in der Heidelandschaft die Schafe besorgen, erledigt man im Garten mit der Heckenschere oder auch mit dem auf 7 cm Schnitthöhe gestellten Rasenmäher. Ein Heidegarten ist um so schöner, je natürlicher er wirkt. Unregelmäßig geformte, mit jeweils einer Pflanzenart bepflanzte Flächen schließen sich dicht aneinander an, dazwischen wachsen sehr vereinzelt Bäume oder Büsche.
Zur Zeit der Pflanzung braucht man noch etwas Phantasie und einen guten Gartenplan. Denn die mit ca. 25 cm Abstand gesetzten Gewächse machen noch nicht viel her. Damit sie schnell üppiger werden, gräbt man den Boden vor der Pflanzung (Herbst oder Frühjahr) spatentief um, reinigt ihn von Wildkräutern und harkt eine 2,5 cm dicke Schicht Rindenmulch ein. Während der ersten Monate wird der Boden ständig feucht und (bis er ganz bewachsen ist) auch unkrautfrei gehalten.

Machen Sie den Teich winterfest

Bevor der Winter Einzug hält und der Teich zum ersten Mal zufriert, ist Pflege fällig. Denn nicht alle Pflanzen und Tiere im Teich vertragen strengen Dauerfrost.

Wer Laub und abgestorbene Pflanzenteile aus seinem Teich entfernt, hat schon das Wichtigste erledigt. Denn dieses organische Material würde im Lauf der Zeit auf den Teichboden sinken und dort verrotten. Bei der Verrottung wird dem Wasser Sauerstoff entzogen, den Pflanzen und Tiere zum Leben brauchen, gleichzeitig entstehen Faulgase, die die Wasserqualität verschlechtern. Frostsicher wird Ihr Teich, wenn Sie folgendes beachten:
•    Ein paar Stellen sollten eisfrei gehalten werden, damit Faulgase entweichen können. Denn absolut sauber bekommen Sie Ihren Teich nie.
•    Vorsicht mit Seerosen, Wasserhyazinthe und Wassersalat: Sie erfrieren leicht. Teiche mit weniger als 60 cm Tiefe können ganz durchfrieren, die Wasserpflanzen würden dabei kaputtgehen, weshalb sie besser in einem großen Kübel im Haus überwintern sollten. Heimischen Wasserpflanzen schadet das Durchfrieren nicht.
•    Nicht winterharte Sumpfpflanzen, Goldkolben, Hecht-kraut und Wasserähre, werden mit Noppenfolie oder Fichtenreisern gegen Kälte geschützt.
•    Alle elektrischen Teile wie Springbrunnen, Pumpen oder Leuchten kommen aus dem Wasser und werden im Haus gelagert. Was fest eingebaut ist, muß so eingepackt und isoliert werden, daß es nicht einfriert.
•    Folienteiche und Kunststoffbecken mit schrägen Wänden können einfrieren, ohne daß das Material leidet.

•    Anders ist es bei den meisten gemauerten Teichen oder Betonbecken: Becken mit steilen Wänden müssen vor dem Winter geleert werden, weil sie platzen können, wenn das Wasser friert. Die Pflanzen überwintern dann in Kübeln im Haus.

•    Diese Gefahr besteht auch bei Miniteichen im Kübel. Sie werden nach Möglichkeit ins Haus geholt und, wenn das nicht möglich ist, mit Noppenfolie, Styropor, Stroh oder Laub vor Frost geschützt.

Vor dem ersten Frost: Die wichtigsten Arbeiten zu Reinigung und Pflanzung – Mit dem Käscher läßt sich Laub gut von der Wasseroberfläche abfischen. Im Herbst muß das alle paar Tage gemacht werden.
Gerollte Bambusmatten sorgen wie Eisfreihalter aus Styropor dafür, daß Faulgase nach oben abzie-hen können. Zu dicht stehende Pflanzen werden jetzt etwas ausgedünnt, damit nicht zu viele abgestorbene Blätter ins Teichwasser gelangen.
Fadenalgen sind meist zu Knäueln verwachsen und können mit dem Rechen aus dem Wasser gezogen werden, wenn sie überhand nehmen. Mit dem scharfen Spaten werden zu groß gewordene Sumpf- und Wasserpflanzen jetzt geteilt und wieder neu eingesetzt.
Für Neupflanzungen winterharter Gewächse ist der Herbst die richtige Zeit. Gut sind Pflanzgefäße aus Kokosgewebe oder Kunststoff-Gittertöpfe.

Winterquartier für Tiere am Teich
•    Fische können nur in Teichen überwintern, die nicht ganz durchfrieren. Aus flachen Teichen werden sie herausgefangen und im Haus in Wasserkübel eingesetzt.
•    Die Eisdecke darf auf keinen Fall aufgehackt werden, weil die Fische dadurch betäubt werden. Schlimmer noch, durch die Erschütterung kann ihre Schwimmblase platzen.
•    Frösche und Kröten suchen sich im Spätherbst ihr Winterquartier in der Schlammschicht am Teichboden oder in Laubhaufen am Ufer. Um sie nicht zu stören, wird die gründliche Teichreinigung aufs Frühjahr verschoben, wenn die Tiere ihre Ruhephase beendet haben.

Gummistiefel halten dicht. Aber reicht das?

Zugegeben, ein wenig närrisch ist es schon, zu prüfen, ob Gummistiefel wasserdicht sind. Wir meinten, daß man durchaus etwas mehr verlangen kann: Wie steht es mit Sicherheit oder Tragekomfort? Bei diesen Tests mußte mancher Stiefel passen.

Was wollt Ihr denn an denen groß testen?“ hieß es, als wir mitten im Sommer Gummistiefel auspackten. „Die halten doch sowieso alle dicht.“ Wir wollten genau wissen, was einen teuren Stiefel von einem Billigmodell unterscheidet, ob Sohlen Marke Traktorreifen halten, was sie versprechen, und wie es sich anfühlt, wenn man viele Arbeitsstunden im Gummischuhwerk verbracht hat.
Ob Gummistiefel wirklich dicht halten und angenehm zu tragen sind, erweist sich erst bei längerem Einsatz. Der Dichtigkeitstest brachte das zu erwartende Ergebnis: Alle Modelle bieten zuverlässig Schutz vor Schmutz und Nässe.
Wie aber steht es um die Haltbarkeit bei mechanischer Beanspruchung? Zweiter Testlauf: Klettereien auf spitzen Steinen und Fels. Auch dies verursachte keinerlei Materialbeeinträchtigungen.
Zurück im Atelier, stand die Prüfung von Schnitt- und Reißfestigkeit an. Insbesondere Arbeitsstiefel müssen außer Nässe einiges aushalten. Hier blieben die ersten auf der Strecke: Starker mechanischer Beanspruchung ist kaum ein Gummistiefel gewachsen, Nägel, Schrauben und Werkzeug verletzen das Material. Löcher lassen sich aber kaum dauerhaft abdichten. Dies gilt vor allem für Stiefel aus PVC, im Test die preiswerteren Modelle. Auch mit der Formstabilität ist es bei PVC-Modellen nicht zum besten bestellt. Bruchfalten im Schaft können nicht vollständig beseitigt werden. Wer ganz sicher gehen will, muß also die teureren Stiefel aus richtigem Gummi wählen. Es ist außerordentlich strapazierfähig, temperaturbeständig und formstabil. Echte Gummistiefel kann man getrost geknickt lagern, danach nehmen sie ihre ursprüngliche Form wieder an.
Die vierte Prüfung galt der Innenausstattung. Wir untersuchten, ob hohe Stiefel auch mit einem rutschfähigen Gewebe gefüttert sein. Denn ohne diese Ausstattung wird das An-und Ausziehen zur Qual.

Minuspunkte gab’s, wenn ein Modell keine Innensohle mit Fußbett aufwies: Gehkomfort sollte auch bei Gummistiefeln kein Luxus sein. Pluspunkte bekamen Stiefel, deren „Innenleben“ zum Reinigen und Trocknen herausgenommen werden kann. Warum viele Berufs- und Arbeitsstiefel diese wichtigen Merkmale nicht besitzen, bleibt Geheimnis der Hersteller.
Dann nahmen wir noch die Sohlen unter die Lupe: Nicht auf jedem Stiefel geht es sich wie auf Wolken. Mangelhaft waren ein zu dünner Unterbau sowie unzureichende Profilierung. Ausnahme: Seglerstiefel, an Deck sind nämlich glatte Sohlen gefragt.
Angenehm bei allen Gummistiefeln: die leichte Pflege. Ein normales, mildes Reinigungsmittel und eine kräftige Handbürste reichen völlig aus.

Ganz schnell wieder trocken – Wenn Gummistiefel auch innen richtig naß geworden sind, trocknen sie auf einem Holzgestell besonders schnell. So wird’s gemacht: In das Grundbrett werden vier, sechs oder acht Löcher gebohrt. Darin werden gleich viel 30 bis 40 cm lange Rundhölzer gesteckt. Wassertropfen werden in Katzenstreu oder Sand aufgefangen.