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Ein Kanu im Selbstbau: schön, schnell und leicht

Das schönste aller Bootsbaumaterialien ist immer noch Holz. Nicht zuletzt, weil man es auch ohne Spezialwerkzeug gut bearbeiten kann: Selbst Laien können sich aus Holz ihr „Traumschiff“ bauen. Wir zeigen Ihnen, mit welcher Technik Sie zu einem wunderschönen Kanu kommen können und wieviel so ein Meisterwerk kostet.

Dort, wo das klassische Kanu als kunstvoller Verbund aus Birkenrinden, Weidenruten und Naturharzen seinen Ursprung hat, in Nordamerika und Kanada nämlich, ist der Hobbybootsbau schon lange in Mode. Eine große Gemeinde von Holzfreaks wagt sich mit Hilfe mehr oder weniger ausgefeilter Baupläne an nahezu alles, was schwimmt -und zeigt dabei ebenso viel handwerkliches Geschick wie Ideenreichtum.

Seit kurzem kann man auch in Deutschland davon profitieren, was Vorreiter in den Staaten erprobt haben. Die Firma Hansa-Nautic, spezialisiert auf Bootsbaupläne aller Größen und Typen, hat für alle Freunde schöner hölzerner Boote einen Kanubauplan mit Zeichnungen und Baubeschreibung entwickelt. Und nach diesen Unterlagen können auch geschickte Laien zu erfolgreichen Bootsbauern werden.

Das Geheimnis heißt Leisten-Leichtbau – und diesen Begriff kann man gleich in doppeltem Sinne deuten. Zum einen fällt das Arbeiten mit den etwa 6 mm dicken und zwischen 20 und 35 mm breiten Leisten, aus denen der Bootsrumpf gebaut wird, nicht schwer. Und zum anderen kann man auch das Ergebnis, das fertige Kanu, als einen ausgesprochenen Leichtbau bezeichnen: Das 4,7 Meter lange, 94 cm breite Boot wiegt gerade mal runde 28 Kilo!

Jeder Kanute weiß, daß das überall dort von Vorteil ist, wo das Boot einmal über irgendwelche Hindernisse umgesetzt, also getragen werden muß. Und wer sein Kanu auf das Autodach verladen muß, um den nächsten Wanderfluß oder See zu erreichen, der wird sich ebenfalls freuen, wenn er dabei keine zentnerschwere Last in die Höhe stemmen muß.

Das Tollste aber ist das Material, aus dem das Kanu entsteht: Das federleichte, astfreie Red-Cedar-Holz läßt sich nicht nur gut bearbeiten, es sieht auch wunderschön aus. Wer sich eine sägerauhe Bohle kauft, die Leisten selber zuschneidet und die Profile fräst, zahlt für das komplette Baumaterial samt Leim, Glasgewebe und Harz nicht mehr als 600 Euro. Zum Vergleich:    Ähnliche

Boote, von Fachleuten gebaut, kosten zwischen 2000 und 4000 Euro. Da macht das Seiberbauen doch gleich doppelt so viel Freude! Was Sie sonst noch brauchen, um das Kanu zu bauen? Einen beheizbaren Raum, in dem Sie die Helling errichten können. Und Zeit natürlich: So um die 150 Stunden werden Sie wohl dafür brauchen. Doch was tut das? Bis zum Frühjahr ist’s ja noch ein Weilchen hin.

Eine Spanplatten-Helling, nach Bauanleitung aufgestellt, bildet die Basis zum Richten der Hilfsspanten. Deren Abstände sind vorgegeben.  Mit wasserfestem Weißleim können die Beplankungsleisten zusammengefügt werden. Man tackert sie an den Hilfsspanten fest.  Dünne Leisten unter den Klammern ermöglichen es, diese später zu lösen. Gut sichtbar: Verleimhilfen aus Leisten und Gummistropps.  Selbst einfache Hilfsmittel wie diese Mauersteine, an Schnüren über die Leisten gehängt, können zu einem guten Bauergebnis beitragen. Auf Form verleimt werden mehrere dünne Kiefernholzleisten oder Dickfurniere übereiner Formschablone. Je mehr Zwingen, desto besser!  Ein Meisterstück: das Red-Ce-dar-Kanu. Steven und Scheuerleiste sind aus Kiefer, die Außenhaut ist mit Glasgewebe und Harz versiegelt.

Alles über Holzschrauben – Sie schneiden ihr Gewinde selbst

Holzschrauben sind das klassische Verbindungsmittel. Sie lassen sich einfach verarbeiten, haben höchste Haltewerte und sie sind universell einsetzbar.
Man unterscheidet die klassischen Holzschrauben mit Schlitz- oder Sechskantkopf für Vollholz und die modernen, besonders für Spanplatten und Holzwerkstoffe gut geeigneten Mehrzweckschrauben (Spaxschrau-ben) mit Kreuzschlitzkopf.
Die konventionelle Schraube mit Schlitz gibt es mit dem flächenbündigen Senkkopf (Flako DIN 97), dem halbrunden Rundkopf (Ruko DIN 96) und dem leicht vorgewölbten Linsenkopf (Liko DIN 95). Größere Dimensionen gibt es auch mit dem bei Maschinenschrauben üblichen Sechskantkopf (Schlüsselschrauben DIN 571). In den Normen (DIN) sind alle Daten der Schrauben wie Gewindedurchmesser, Nutzlänge, Gewindelänge, Kopfdurchmesser, Schlitzbreite und -tiefe und bei Sechskantköpfen die Schlüsselweite festgelegt.

Normen und Maße
Standardschrauben gibt es in Durchmessern von 1,6 bis 8 mm und in Längen von 8 bis 80 mm. Bei Schlüsselschrauben reichen die Durchmesser von 4 bis 20 mm und die Längen von 16 bis 200 mm. Als Länge wird die reine Nutzlänge gerechnet, als Durchmesser der größte Schaftdurchmesser. Die Länge des Gewindes entspricht mindestens 60 Prozent der glatten Schaftlänge.

Material und Oberfläche
Schlitzschrauben gibt es aus Stahl, Messing und rostfrei aus A2-Stahl und Aluminium. Stahlschrauben werden auch galvanisch verzinkt, chromatiert, vermessingt oder brüniert. Schrauben aus Messing gibt es blank, brüniert, vernickelt oder verchromt. Letztere werden speziell im Sanitärbereich eingesetzt. Aluschrauben werden meistens gold-oder silberfarben eloxiert geliefert. Schlüsselschrauben sind in der Regel verzinkt, aus rostfreiem Stahl oder für den Einsatz bei Gartenhölzern verzinkt und braun oder weiß pulverbeschichtet.
Auf den Schraubenverpackungen sind die wichtigsten Daten vermerkt. Dort sind Material und Oberflächenbehandlung, Gewindedurchmesser, Länge, Kopfform und DIN-Nummer zu finden. Farbige Kennzeichnungen auf den Etiketten ordnen den Inhalt einer Schraubenart zu. Großdimensionierte Schrauben kann man einzeln kaufen, Standardgrößen gibt es in Kleinpackungen oder zu jeweils 50, 100 oder 200 Stück in Kartons verpackt.

Spaxschrauben
Die Bezeichnung Spaxschraube ist ein geschütztes Warenzeichen des Schraubenherstellers Altenloh, Brink & Co., hat sich aber als allgemeine Bezeichnung für Mehrzweckschrauben durchgesetzt. Spaxschrauben haben gegenüber normalen Holzschrauben ein schärferes Gewinde, einen dünneren Schraubenkern, eine scharfe Greifspitze und eine Gleitbeschichtung. Der dünne Kern führt zu einem geringeren Verdrängungswiderstand und macht so in den meisten Fällen ein Vorbohren nur noch in dem zu befestigenden Teil nötig.
Als Antrieb hat sich bei diesen Schrauben der Pozidriv-Kreuz-schlitz (in vier verschiedenen Größen) durchgesetzt. Neuerdings sind die Schrauben auch mit Torxkopf (in sechs Größen) zu haben. Beide Systeme machen das Arbeiten mit E-Schraubern möglich. Die Kopfformen (bis auf den Sechskantkopf) der Spaxschrauben entsprechen weitgehend denen der Standardholzschrauben. Das Material ist in den meisten Fällen gehärteter Stahl, A2 (rostfrei) oder auch Messing. Stahlschrauben sind verzinkt, weiß- bzw. gelbchromatiert oder brüniert. Die Durchmesser reichen von 3 bis 6 mm, die Nutzlängen von 13 bis 240 mm.

Farbieitsystem zur Orientierung – Durch ein Farbieitsystem findet man sich beim Schraubenkauf schnell zurecht. Die Etiketten von Verpackungen für Stahlschrauben sind grün, die von Messingschrauben gelb. Bei Senkkopfschrauben sind die Aufkleber einfarbig, bei Halbrundkopf haben sie einen roten, bei Linsenkopf einen weißen Streifen.

Betonpflaster für Autostellplätze – Schön gepflastert, aber nicht versiegelt

Eine feste Pflasterfläche, die von Grasadern durchzogen ist und auf der sich keine Pfützen bilden – das ist der ideale Autostellplatz.
Immer mehr Wege und Plätze werden asphaltiert, betoniert oder gepflastert. Das trifft nicht nur für öffentliche, sondern auch für private Flächen zu. Damit wird die natürliche Begrünung ausgeschlossen, und große Mengen Niederschlagswasser, die bei einem Wolkenbruch oder als Schneeschmelzwasser auftreten, können nicht mehr schnell im Boden versickern. Pfützenbildung und matschige Flächen sind die Folge. Abhilfe bringen Spezialpflaster oder eine besondere Verlegeart herkömmlicher Pflaster aus Naturstein oder Beton.

Spezialpflaster
Pflastersteine sind in der Regel wasserdicht und lassen ein Versickern von Wasser nur durch die Fugen zwischen den Steinen oder Platten zu. Aber auch der Fugensand verdichtet sich mit der Zeit so stark, daß Wasser kaum noch hindurchsickern kann. Anders verhalten sich Dränpflastersteine (Vanoton). Diese aus Spezialbeton hergestellten Steine sind wasser- und luftdurchlässig. Sie sind frostsicher und in verschiedenen Farbtönen und Formen, als glatter Stein oder als Verbundpflaster lieferbar. Die Verlegung erfolgt wie bei normalen Betonsteinen auf einem Sandbett.

Fünfeck-Betonpflaster
Wem die parallelen Fugen bei herkömmlichen Pflasterflächen zu langweilig sind, kann zu fünfeckigen Steinen (Pentalith) greifen. Bei der Verlegung entstehen unregelmäßige Fugenmuster, die besonders große Flächen auflockern. Ein asymmetrisch geformter Normalstem läßt sich im wilden Verband verlegen. Damit die seitlichen Begrenzungen gepflasterter Flächen einen geraden Abschluß bilden können, gibt es vier verschiedene Randsteine, die in die jeweils entstehenden Lücken passen. Angeformte Abstandhalter sorgen in jedem Fall für gleichbreite Zwischenräume. Die Steine werden auf einem Sandbett auf einer wirksamen Dränageschicht verlegt. Die Fugen werden unten mit Sand, darauf mit Mutterboden verfüllt.

Abstandhalter aus Holz
Durch den Einbau von Abstandhaltern lassen sich alle Natur- und Betonpflastersteine mit breiten Fugen verlegen. Die hier gezeigten Halter (Rasen-Mohr) bestehen aus gepreßten Holzspänen. Das Material ist umweltverträglich und speichert Wasser wie ein kleines Reservoir. Durch die großformatigen Löcher können große Mengen anfallenden Wassers aber auch leicht versickern und in der Dränageschicht abfließen. Die Abstandhalter schaffen eine 35 mm breite Fuge und ermöglichen so eine starke Durchwurzelung und kräftigen Rasenwuchs. Durch das langsame Vermodern des Holzwerkstoffs bildet sich zusätzlich Pflanzennahrung. Im unteren Bereich werden auch diese Fugen mit Sand gefüllt. Die Bodenschicht darüber sollte ca. 3 cm dick sein.

Offene Abstandhalter
Wie Holzzwischenlagen werden auch Abstandhalter aus Kunststoff eingesetzt (Tristac): Sie greifen um die Ecken der Steine und haben an der Seite des angrenzenden Steins eine Abstützung. Damit entstehen versetzt angeordnete Steinreihen, was die Fläche auflockert. Die Abstandhalter sind zum Verlegen von quadratischen wie auch von andersrechteckigen Steinen geeignet.
Die Fugen werden mit Sand und Mutterboden gefüllt, worauf Grassamen ausgebracht werden können. Wird nicht überall Graswuchs in den Fugen gewünscht, werden die entsprechenden Fugen mit grobem Sand oder Kies gefüllt.

Alles über farblose Lacke – Transparente Anstrich für innen

Farblose Lacke eignen sich besonders für die Veredelung von Holzoberflächen. Es gibt sie je nach Material in vier verschiedenen Arten. Lacke sind Beschichtungsstoffe auf der Basis organischer Bindemittel, die einen widerstandsfähigen Film bilden. Klarlacke, die keine Pigmente aufweisen, sind transparente organische Filmbildner, die je nach Zusammensetzung glasklar sind oder eine schwach gelbliche Eigenfarbe aufweisen. Diese Bindemittel waren früher natürliche Öle und Harze. Heute werden Lackbindemittel meist vollsynthetisch hergestellt oder aus Naturprodukten durch chemische Umwandlung erzeugt. Naturharzlacke und Öle werden im wesentlichen aus Baumharzen gewonnen, z. B. aus Bernstein, Kolophonium, Dammar oder Kopal. Die glasartigen Harze werden in organischen Lösemitteln gelöst oder sie werden ausgeschmolzen. Organische Lösemittel sind Terpentinbalsamöl oder Alkohol.

Natürliche Bestandteile
Lacke und Öle dringen tief in Holz ein. Sie halten es gesund und elastisch und lassen es nicht austrocknen. Das Holz kann atmen, Feuchtigkeit kann entweichen. Quellen und Schwinden werden vermindert. Viele der natürlichen Lacke enthalten keine bioziden Wirkstoffe. Dadurch ist der Anstrich unbedenklich.

Klarlack für Innenanstriche
Je mehr Holzarten desto mehr Farben und Strukturen gibt es. Deren Zauber wird mit Lacken erhalten und gesteigert. Die Struktur bzw. die typische Eigenart und vor allem die Schönheit von Holzoberflächen kommen erst nach einer materialgerechten Oberflächenbehandlung zur Geltung. Neben der Betonung der Holzstruktur schützen Lacke das Holz vor Verschmutzung, Abnutzung, Feuchtigkeit und biologischen Einflüssen. Ebenso soll die Pflege von Holzoberflächen erleichtert werden. Aufgrund der fehlenden Pigmentierung können Klarlacke Holz nicht vor UV-Lichtstrah-lung schützen.

Klarlacke sind überwiegend im Innenausbau verwendbar, z.B. bei Möbeln, Innentüren, Paneelen an Wänden und Decken und auch für Fußböden und Treppen.
Das Holz von Treppe und Fußboden (Abb. oben links) kommt mit Lack gut zur Geltung. In beiden Fällen wurde mit einem wassergelösten Acryllack (Parkettlack) gearbeitet. Dieser Lack zeichnet sich durch besondere Härte und Abriebfestigkeit aus. Er ist geruchsarm und besonders für den Wohnbereich geeignet. Mit Alkydharzlasur können Möbel aufgefrischt und renoviert werden (Abb. oben Mitte), aber auch für erstmalige Anstriche eignet sich der Lack aus synthetischen Harzen.

Oberflächenbehandlungen, die auf Nitrozellulose basieren, erfordern eine besondere Anstreichtechnik (Abb. oben rechts). Die Holzoberfläche wird mit einem Nitrosperr-grund vorgearbeitet, fein geschliffen, dann noch einmal gestrichen und schließlich mit einer Ballenmattierung veredelt. Diese Mattierung wird mit einem Trikottuchballen Bahn neben Bahn in Richtung der Holzmaserung aufgetragen.

Teaköl, das eigentlich für die Pflege massiver Teakholzmöbel entwickelt wurde, eignet sich auch für die Erstbehandlung (Abb. unten links). Das Öl belebt die Maserung und gibt der Oberfläche einen schützenden seidigen Glanz. Es wird mit einem Leinentuch in das Holz gerieben. Für die Verdelung von Profilholzwänden eignet sich eine Klarlasur (Abb. unten Mitte). Diese Lasur ist auf Naturölbasis aufgebaut und offenporig. Sie ist sehr haltbar. Klarlacke sind nicht nur für die Versiegelung und Veredelung von Holzoberflächen geeignet. Auch metallische Gegenstände, z. B. Beschläge an Möbeln, können mit Nitrozapon-lack (Abb. unten rechts) behandelt werden. Er schützt polierte Griffe aus Messing, Bronze und Kupfer, verhindert das Anlaufen und verstärkt den Glanz.

Antike Farbtöne – Alte Lacke auf alten Möbeln weisen dank der verwendeten Naturharze oft einen besonderen Farbton auf, der aussieht, als wäre das Möbel mit Honig eingestrichen. Aber auch mit modernen Kunstharzlacken läßt sich ein Farbton hersteilen: durch Einfärben. Mit Abtön-ölfarben aus Tuben in Ocker und Umra natur läßt sich ein weicher Ton erzeugen.

Feste Dachtreppe einbauen – Auf sicheren Stufen nach oben vol.2

Feste Dachtreppe einbauen 2Einbau leichtgemacht
Während Einschubtreppen meistens so eingebaut werden, daß sie in der Mitte der Diele enden, sollten feste Treppen möglichst an einer Wand nach oben führen. Minigeschoßtreppen gibt es als Komplettbausatz zu kaufen. Sie können geradläufig oder auch ge-wendelt eingebaut werden. Zum Bausatz gehören alle Zubehörteile und auch das vorgeschriebene Geländer. Für geschickte Seibermacher ist der Einbau kein Problem, hier veranschaulicht am Beispiel einer Mittelholm-Montagetreppe. Die kleinste Deckenöffnung für eine Treppe dieser Art beträgt 190 x 70 cm. Reicht der Abstand der Deckenbalken dafür nicht aus, muß ein Balkenwechsel eingezogen werden. Das bedeutet, daß ein Eingriff in die Statik des Hauses vorgenommen werden muß – eine Arbeit, die nur ein Fachbetrieb (Zimmerei oder Baugeschäft) ausführen darf.

Individuelle Bausätze
Da kaum eine Einbausituation der anderen gleicht, werden die Bausätze individuell zusammengestellt. Am besten fertigt man von den örtlichen Gegebenheiten eine genaue maßstabsgetreue Zeichnung an und läßt sich dann vom Fachhändler beraten. Man kann auch den Aufmaßservice des Treppenherstellers in Anspruch nehmen. Außendienstmitarbeiter nehmen die Baumaße vor Ort auf. Die Anzahl der Stufen und die Stufenhöhe ergeben sich aus der Geschoßhöhe, die von Oberkante Fertigfußboden (OKFF) der Wohnetage bis OKFF des Dachgeschosses gemessen wird. Die Stufenbreite beträgt bei dem hier gezeigten Beispiel 62 cm, die Stufentiefe 17 cm. Fünf verschiedene Holzarten sind lieferbar, deren Oberfläche fertig versiegelt oder auch unbearbeitet geliefert werden kann. Passend zum Treppengeländer kann auch ein Brüstungsgeländer geliefert werden, das die Treppenöffnung im Dachgeschoß absichert.

Treppen für enge Räume
Bei besonders engen Raumverhältnissen können Treppen mit platzsparenden, einseitig ausgeschnittenen Stufen eingebaut werden. Sie können steiler sein als Treppen mit normalen Stufen, schreiben aber beim Begehen die Rechts/Links-Schrittfolge vor. Auch platzsparende Spindeltreppen sind in manchen Fällen als Bodenzugang gut geeignet.

Die Stufenabstände genau kontrollieren. Weichen sie voneinander ab, die Verbindungen lockern und nachrichten. Die Positionen der Bodenlöcher markieren, das Element verdrehen, bohren, Dübel einsetzen und die Platte anschrauben.  Die Stufen auflegen, fixieren, vorbohren und mit Schlüsselschrauben festsetzen. Mit Richtschnur genau ausrichten.  Für die Geländerstäbe die Bohrpunkte anzeichnen und die Löcher in die Fläche und in die schmale Stufenkante vorbohren.  Die Spezialschrauben besitzen einen Kopf mit Innensechskant. Die Geländerstützen ausrichten und damit anschrauben.  Der Handlauf wird mit besonderen Laschen an den Stützen befestigt. Die Laschen von oben auf die Stützen schrauben.  Den Handlauf auflegen und von unten mit den Laschen verschrauben. Dabei die Stützen parallel zueinander ausrichten.  Das Brüstungsgeländer schließt an das Treppengeländer an. Die Befestigung: Gewindehülsen und Stockschrauben.

Feste Dachtreppe einbauen – Auf sicheren Stufen nach oben vol.1

Feste Dachtreppe einbauenWer seinen Dachboden nicht nur als Abstellraum, sondern auch zum Wohnen nutzen will, braucht als Zugang eine sichere Treppe.
Viele Dachböden bleiben ungenutzt, weil der Zugang mit viel Aufwand verbunden ist. Für einen Lagerboden, der nur gelegentlich betreten wird, mag eine Zugleiter oder eine ausklappbare Leiter ausreichen. Wird der Dachboden aber ausgebaut und mit in den Wohnbereich einbezogen, muß eine bessere Lösung geschaffen werden. Treppen in Wohngebäuden mit mehr als zwei Geschossen müssen mindestens 100 cm breit sein. Bei weniger als zwei Geschossen reichen 90 cm, und innerhalb von Einfamilienhäusern sind 80 cm Breite vorgeschrieben. Auch die Treppenneigungen müssen sich im vorgeschriebenen Rahmen bewegen. Diese Rahmenbedingungen gelten aber nur für Haupttreppen, die als Zugang für ständig bewohnte Räume dienen. Befinden sich auf dem Dachboden Räume, die nur gelegentlich für Wohnzwecke genutzt werden, sind neben beweglichen Treppen und Leitern auch schmalere Treppen gestattet sowie solche, die steiler sind, als für Haupttreppen vorgeschrieben.
Feste Minigeschoßtreppen sind eine Alternative zu beweglichen Modellen. Sie sind ortsfest, platzsparend und sicher zu begehen. Der Einbau ist problemlos zu bewältigen.

Auf kleinstem Raum schafft eine Minigeschoßtreppe einen ständigen und sicheren Zugang zum Dachboden.
Die Deckenöffnung von 190 x 70 cm paßt zwischen die meisten Balkenabstände. Wenn nicht, wird vom Fachhandwerker ein Balkenwechsel eingezogen.

In einem Karton verpackt auf einer Palette kommt die Treppe ins Haus. Auspacken und mit der Packliste vergleichen. Der Treppenbau beginnt von oben. Zuerst wird das oberste Treppenelement mit Schlüsselschrauben am Balken befestigt.  Die Elemente werden dann Stück für Stück in einer Flucht angesetzt verschraubt. Richtschnur oder Richtlatte benutzen.   Die Wandbefestigung erfolgt an einer mittleren Stufe. Die Elemente abstützen, ausrichten und die Schrauben festziehen.  Die unteren Elemente separat verschrauben und dann als ein Stück an die bereits montierten Elemente setzen.

Schornsteinzüge sanieren – Feuchte Schornsteine wieder trocken

Wenn der Schornstein versottet, ist es höchste Zeit für eine Sanierung. Wir zeigen die Ursachen und die Lösungen für die Schäden am Kamin.
Gemauerte Schornsteinzüge in Häusern sind früher für andere Brennstoffe oder höhere Leistungen gebaut worden. Für Stein- oder Braunkohleheizungen oder ältere, überdimensionierte Heizkessel waren diese alten Züge noch ausreichend dimensioniert. Die höhere Abgastemperatur heizte den Zug gleichmäßig auf und sorgte dann für kräftigen Durchzug im Kamin. So wurden nicht nur die Abgase, sondern auch die darin enthaltene Feuchtigkeit zuverlässig aus dem Schornstein herausgeführt.
Mit der ständig fortentwickelten Heiztechnik und dem Siegeszug der Nieder- und Tiefsttemperaturkessel entstand aber ein technisches Problem, dem beim Einbau eines modernen Kessels zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde: die Schornsteindurchfeuchtung und -versottung.
Die Ursache hierfür ist die niedrige Abgastemperatur dieser Anlagen. Sie verbessert zwar den Wirkungsgrad der Feuerstätte, die dadurch energiesparend und umweltschonend arbeitet, sie verschlechtert aber zugleich auch die Betriebsbedingungen für den Kaminzug. Denn, je besser die Verbrennung und je niedriger die Abgastemperatur ist, desto weniger Feuchtigkeit kann mit den Abgasen aus dem Zug heraustransportiert werden. Die Folge sind Durchfeuch-tungsschäden.
Das passiert aber in den alten Zügen mit großen Querschnitten besonders leicht, wenn hieran ein Niedertemperaturkessel angeschlossen wird. Deshalb muß mit dem Einbau eines neuen Kessels in der Regel auch der Schornstein mit saniert werden. Hierfür gibt es Sanierungssysteme, die ohne große bauliche Veränderungen im Inneren des alten Zuges installiert werden können. Am häufigsten werden Einschubrohre aus Edelstahl eingesetzt. Es gibt jedoch auch Systeme aus Kunststoff-, Glas-und Schamotterohren.

Sanieren mit System
Mit den Einschubsanierungssystemen wird quasi ein Zug im Zug installiert. Durch den geringeren Durchmesser dieser Systeme wird der große vorhandene Schornsteinquerschnitt verringert und damit der Durchzug der Abgase verbessert. Wegen der extrem niedrigen Abgastemperaturen von Brennwertkesseln und der besonders effektiven Ausnutzung der eingesetzten Energie werden an Abgasanlagen für Brennwertkessel besondere Anforderungen gestellt. Deshalb sind diese Geräte in der Regel mit einem zusätzlichen Gebläse ausgestattet, das einen Überdruck im Schornstein erzeugt. Die Folge: Die Abgase werden aus dem Schornstein herausgeblasen.
Aus Sicherheitsgründen muß die Abgasanlage deshalb druckdicht sein. Die Kunststoffsysteme genügen diesen Anforderungen, da sie an den Übergängen von Rohr zu Rohr einen Dichtring haben. Sie sind aber nur für die sehr niedrigen Abgastemperaturen von Brennwertkesseln geeignet. Entsprechende Systeme gibt es auch aus Edelstahl.

Edles Material Edelstahl
Die überwiegende Mehrzahl der in Deutschland neu installierten Heizkessel sind Niedertemperaturkessel. Deren Abgase verfügen noch über ausreichend Restwärme, um ohne zusätzliche Unterstützung einen ausreichenden Durchzug zu gewährleisten. Für diese Kessel haben sich Sanierungssysteme aus Edelstahl besonders bewährt. Auch sie werden vom Schornsteinkopf her in den alten Zug eingelassen und dort fixiert. Für den Anschlußbereich zum Heizkessel und für die Revisionsöffnung für den Schornsteinfeger gibt es vorgefertigte Formteile. Für den Schornsteinkopf im Bereich der Abdeckplatte sind spezielle Abdeckbleche und Regenkragen vorgesehen, die den alten Schornsteinzug gegen Schlagregen schützen.
In ähnlicher Ausführung gibt es auch Sanierungssysteme aus glasierten oder unglasierten Schamotteelementen. Auch sie werden Element für Element durch den Schornsteinkopf installiert.
Alle Sanierungsmaßnahmen müssen vor Beginn der Arbeiten mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abgestimmt werden und sollten nur von einem Fachbetrieb ausgeführt werden.

Alles über Dachziegel aus Ton – Traditioneller Baustoff für neue Häuser

Dachziegel gibt es seit mehr als 4000 Jahren. Auch heute noch ist dieser natürliche, aus Ton gebrannte Baustoff von den Dächern unserer Häuser nicht mehr wegzudenken.

Dachziegel werden aus Ton hergestellt und im Brennofen gehärtet. Als flächige, keramische Bauelemente werden sie überwiegend dazu eingesetzt, Häuser einzudecken.

Es gibt mehrere verschiedene Ziegelarten, die – je nach ihrer Bauweise – in drei Hauptgruppen zusammengefaßt werden können:
■    Flachziegel sind plan und haben keinen Falz. Typisch dafür sind Biberschwänze, die unterseitig rund, gerade oder spitz geschnitten sind.
■    Profilierte Ziegel ohne Falz sind Hohlpfannen sowie Mönch-und-Nonnen-Ziegel (die Kombiziegel gleichen Namens gehören zur folgenden Gruppe).
■    Profilierte Ziegelformen mit Ver-falzung sind am weitesten verbreitet. Es gibt Pfannen mit nur einer Sei-tenverfalzung (Strangfalzziegel), mit einfacher Verfalzung an Seiten, Kopf und Fuß (Preßfalzziegel wie Reformpfanne oder Doppelmuldenfalzziegel) sowie mehrfacher Ring-verfalzung (Flachdachpfanne).

Farben für Ziegeldächer
Ein Dach ist ein deutlich sichtbares Element der Architektur. Es prägt daher sehr wesentlich das Bild eines Hauses mit. Der Auswahl der Dachziegel, nicht nur der Form, sondern vor allem auch der Farbe, kommt daher große Bedeutung zu. Drei verschiedenartige Oberflächen von Dachziegeln sind zu unterscheiden:
■    Naturfarbene Dachziegel gibt es in den typischen Farben gebrannten Tons. Das Spektrum reicht von Hellrot bis Dunkelbraun. Diese Art gehört zu den durchgefärbten Ziegeln, bei denen Farbpigmente das ganze Material durchziehen.
■    Glasierte Dachziegel haben eine stark glänzende, glasartig wirkende Oberfläche. Die Farbpalette ist sehr breit und umfaßt auch moderne Farben wie Hellblau oder Türkis. Die Glasur wird als Schicht zwischen 0,15 und 0,4 mm Stärke aufgetragen. Sie dient der Versiegelung und der Oberflächenveredelung.
■    Engobierte Dachziegel werden mit einer Tonschlämme versehen, um bestimmte Brennfarben wie Braun, aber auch Ziegelrot zu erzielen, wenn das Tonmaterial die gewünschte Farbe nicht allein hergibt.

Spezielle Formziegel
Einfache Dachziegel reichen in der Regel nicht aus, ein Dach regen- und sturmsicher zu machen. Denn an vielen Stellen, z. B. an First und Ortgang, dem Übergang zur Giebelwand, aber auch an der Traufe, dem Übergang zum Mauerwerk, sind spezielle Übergangsprobleme zu lösen. Um den Dachdeckern die Arbeit zu erleichtern und auch wirkliche Dichtigkeit sicherzustellen, wurden besondere Pfannen entwickelt, die als Formziegel bezeichnet werden. Zu diesen Ergänzungsziegeln kommt noch das Zubehör, das auf die Ziegelform abgestimmt ist. Dazu zählen auch Lüftungselemente, die oft aus Kunststoff gefertigt werden.

Auf regionale Bauweisen achten – Tondachziegel wurden früher in allen Regionen verwendet, in denen Ton gewonnen wurde. In bestimmten Landschaften gibt es daher ganz bestimmte Dachformen und Bauweisen, die als landschaftstypisch gelten. Wer neu baut oder sein Dach neu decken will, sollte möglichst auf diese traditionellen Bauweisen zurückgreifen.

Holzfaserdämmung für Betonböden – Natürliche Baustoffe für den Fußboden

Holzfaserdämmung für BetonbödenWer beim Aufbau eines neuen Fußbodens ökologische Materialien ersetzen möchte, findet reichlich Angebote. Holzprodukte kann man problemlos selbst verlegen.
Ob ein Dachgeschoß mit Betondecke oder die nicht unterkellerte Werkstatt ausgebaut oder ob eine alte Holzbalkendecke mit einem neuen Bodenbelag versehen werden soll: Ein ökologisch unbedenklicher Aufbau des neuen Bodens sichert gesundes Wohnen auf viele Jahre.
Als natürliche Baustoffe, die man selbst leicht verarbeiten kann, bieten sich Perlite-Granulat, Holzfaserdämmplatten und Holzdielen an. Die Granulatschicht besteht aus dem mineralischen Naturgestein Perlit, das bei der Herstellung kurzzeitig auf rund 1000 Grad Celsius erhitzt wird und sich dabei stark ausdehnt. Die besonderen Eigenschaften des Materials: geringes Gewicht und gute Dämmwerte. Die braunen Dämmplatten bestehen aus Nadelholzresten, die zu einem feinen Faserstoff zermahlen und zu hochfesten Platten verpreßt werden. Die Massivdielen sind aus Redpine.

Fußbodenaufbau und Maße
■    Randdämmstreifen sind vor der Schüttung rundum zu verlegen.
■    80 mm (vor Verdichtung 88 mm) Trockenschüttung Terraplan (Per-lite). Materialmenge: elf Liter je m2 bei einer Schichthöhe von 1 cm. Ein Sack hat 80 Liter Inhalt.
■    8 mm Pavapor-Platten zum Abdecken der Schüttung. Plattengröße: 120 x 60 cm. Für Aufbauten ohne Schüttung: 16 mm Dämmplatten.
■    40 mm Pavatherm NK 40 mit Fugenlatten (Pavatex). Plattenformat: 59 x 119 cm. Die Höhe der Latten beträgt nur 35 mm, sie werden durch die Dämmplatten in der Luft gehalten. Der Luftschlitz sorgt für einen schallbrückenfreien Schallschutz. Länge: 180 cm, Breite: 40 mm. Bedarfsrichtwert: 1,6 m je m2.
■    22,5 mm Redpine-Hobeldielen. Breite: 144 mm, Länge: nach Wahl zwischen 270 und 470 cm.

Mit einer Schlauchwaage wird der Meterriß auf alle Wände übertragen. Er dient dazu, auch bei schrägen Unterböden einen waagerechten Aufbau zu erreichen.  Vom Meterriß abwärts werden die verbindlichen Aufbauhöhen der Fußbodenkonstruktion festgelegt und mit einer Schlagschnur horizontal übertragen.  Bei Erdgeschoßräumen ohne Keller braucht man als Feuchtigkeitssperre Bitumenbahnen, bei Dielenböden einen Rieselschutz aus festem Packpapier (rechts).
Die Trockenschüttung wird 25 cm hoch zuerst entlang der Wand ausgebracht. Dann eine zweite Linie parallel legen, etwa im Abstand 250 oder 125 cm. Mit der Glättkelle wird der Granulatstreifen zur Wand hin geebnet. Dabei auf die Markierung für die Schütthöhe achten. Dann die zweite Schüttlinie glätten.  Auf den beiden Schüttstreifen werden die Auflegeschienen justiert. Dann den Zwischenraum in Armlänge gut mit Terraplan füllen und mit einer Abziehlehre glätten.  Detail: Rohre, die vor der Wand liegen, werden durch ein mit dem Boden verschraubtes Kantholz bis zur Höhe der verdichteten Schüttung vor Druck geschützt. Von der Tür ausgehend, wird die erste Dämmschicht verlegt. Die letzten Platten zur Wand werden paßgenau zugesägt. Keine Kreuzfugen entstehen lassen. Bei mehr als 6 cm Schütthöhe wird die Schüttung verdichtet. Auf die Dämmplatten eine den Druck verteilende Spanplatte legen und mit einem Handstapfer bearbeiten. Der Unterbau wird mit der Verlegung von Pavatherm-Platten und Fugenlatten abgeschlossen. Nuten und Federn lose zusammenfügen, aber nicht verkleben.

Der Arbeitsablauf
Zuerst werden in 1 m Höhe über der Betonsohle Markierungen per Schlauchwaage auf alle Wände übertragen. Der Meterriß ist der waagerechte Maßstab, von dem aus die für den Fußbodenaufbau notwendigen Oberkantenmaße, Dielendicke, Dämmschichtenstärken und Schütt- sowie Verdichtungshöhe, nach unten abgetragen werden. Die lose Schüttung soll ab 60 mm um 10 Prozent höher liegen als die geplante Verdichtungshöhe.
Die Schüttung von Terraplan erfolgt in mehreren Arbeitsschritten:
■    Randdämmstreifen verlegen.
■    Zwei Linien schütten, die auf die Schütthöhe gebracht werden.
■    Die beiden Auflegeschienen auf die Schüttstreifen legen. Dabei Schütthöhe und Libellen beachten.
■    Raum zwischen den Auflegeschienen mit Terraplan füllen. Immer schrittweise arbeiten: schütten, ab-ziehen, schütten, abziehen.
■    Dann einen dritten Streifen schütten und wie vorher verfahren, bis die Schüttung fertig ist.
■    Von der Tür ausgehend, werden die Pavapor-Dämmplatten mit ihrer Länge in der Richtung verlegt, in der später auch die Redpine-Dielen ausgerichtet werden.
■    Um die Schüttung zu verdichten, wird eine Spanplatte von etwa 1 x 2    m auf die Dämmung gelegt und mit einem Handstampfer verdichtet.
■    In Querrichtung werden nun Pa-vatherm-Platten, die rundum Nut und Feder haben, und die Fugenlatten verlegt. Je nach Raumbreite am Rand mit etwa einer halben Dämmplatte beginnen, dann die Nut- und Federlatten einschieben. Man benötigt zur Wand und untereinander einen Abstand von 3 mm. Die Latten immer gegeneinander versetzen.

Vor Feuchtigkeit schützen – Das Terraplan-Granulat und die Holzfaserdämmplatten müssen unbedingt vor Feuchtigkeit geschützt werden: Liegt der Aufbau direkt auf einer Fundamentplatte, sollten sicherheitshalber Isolex-Bitumenbahnen mit dem doppelseitigen Spezialklebeband BK 50 verklebt werden. Das Material wird wannenartig seitlich an den Wänden hochgezogen und so verklebt, daß aufsteigende Feuchtigkeit das Dämmaterial nicht erreichen kann.

Feines Werkzeug nur für Holz

Kraftvolle Stemmarbeiten und feines Modellieren: In Werkstatt und Atelier bringen Beitel und Schnitzmesser Holz in Form.
Hier ein kleiner Überblick.

Beitel und Schnitzmesser zählen zu den klassischen Werkzeugen der Holzbearbeitung. Standardbeitel und Zimmermannsbeitel sind neben den Hobeln typische Werkzeuge der Schreiner und Zimmerleute. Ohne ein Grundsortiment an Stech- und einigen Stemmbeiteln kommt kein ambitionierter Heimwerker aus. Dazu gehört natürlich noch geeignetes Schlagwerkzeug. Ein Schreiner-klüpfel liegt gut in der Hand, hat das richtige Gewicht und schont das teure Werkzeug.

Werkzeuge für die „Handarbeit“ an Möbel und Modell

■    Standardbeitel sind Stemmeisen, die sich in Größe und Form unterscheiden. Nach Größe des Querschnitts werden sie in leichte, mittlere und schwere Stemmeisen unterteilt, die Breiten reichen von 2 bis 50 mm.
Die Klinge des Stechbeitels ist seitlich abgeschrägt, er eignet sich zum Aus- und Nachstechen von Zinken und Schwalbenschwänzen. Die Fase ermöglicht die Bearbeitung auch scharfer Ecken, die geringe Seitenstärke verhindert Festklemmen. Stärkeren Beanspruchungen halten die Stemmbeitel mit rechteckigem Querschnitt stand. Tiefe Einschnitte in den Werkstoff, beispielsweise beim Einlassen von Schloßkästen, gelingen mit dem Lochbeitel. Die Schneide befindet sich an der Schmalseite der Klinge, der Querschnitt ist rechteckig. Mit dem Hohlbeitel werden Hohlkehlen nachgestochen und runde oder abgerundete Möbelbeschläge eingelassen. Stecheisen haben ihren Preis. Zu Anfang genügt ein Satz von etwa sechs leichten Stechbeiteln in den Breiten 6,10,12, 16, 20 und 26 mm, die für die meisten Aufgaben ausreichen.

■    Bildhauerbeitel unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht wesentlich von den Standardbeiteln, auch sie werden mit Klüpfel oder Klopfholz bearbeitet. Hier stehen unterschiedlichste Hohlformen, von extrem flach bis tiefrund, und diverse v-förmige Schneiden zur Wahl.

■    Zimmermannsbeitel finden sich selten in den Werkzeugschränken der Heimwerker: Sie werden von Zimmerleuten z. B. bei Dachstühlen und von Treppenbauern benutzt.

■    Kerbschnitzmesser sind für einfache Darstellungen wie Reliefs und Intarsien ideal, mit Kerbschnitzbeiteln gelingen bereits kleine bis mittlere Holzbildhauerarbeiten wie Schnitzen von Ornamenten. Eine Garnitur ist für den angehenden Hobbybildhauer eine gute Wahl.