Aus Samen selbst gezogen – Zimmerpflanzen, die nicht jeder hat

Kennen Sie den Baum des Himmels? Oder den Paradiesvogelstrauch, die Leopardenblume, den Schellenbaum? Das sind nur einige der vielen Zimmerpflanzensorten, die man selten und wenn nur zu hohen Preisen zu kaufen bekommt. Sie sind aber leicht selbst aus Samen zu ziehen.

Eine flache Schale, kleine Töpfe oder ein Minitreibhaus sind die wichtigsten Utensilien für die Pflanzenanzucht zu Hause. Wichtig ist ein guter Standort der Kleingärtnerei: eine helle, nicht vollsonnige, warme Fensterbank von 20 bis 30 cm Breite.
Die Temperatur ist so wichtig, weil die meisten Zimmerpflanzen aus tropischen oder subtropischen Gegenden stammen und zum Keimen 25 bis 28 °C brauchen. Die Aussaatkästen können also nah bei der Heizung stehen.
Ebenso wichtig wie die Temperatur ist tropisch hohe Luftfeuchtigkeit. Um sie zu halten,
deckt man Schalen oder Töpfe nach dem ersten gründlichen Wässern mit einer Glasscheibe, einem transparenten Dek-kel oder einfach einer durchsichtigen Plastiktüte ab. Dieser Deckel wird erst gelüftet, wenn die Keimblätter schon gut zu sehen sind.
Die Anzuchterde muß wasserdurchlässig und nährstoffarm sein – was die Pflanze für den Anfang braucht, ist im Samen enthalten. Normale Blumenerde z.B. ist zu stark aufgedüngt und würde den Keimling verbrennen. Man mischt sie deshalb 1:1 mit Sand, wenn keine spezielle Anzuchterde zu haben ist.

So klappt die Pflanzenanzucht auf der Fensterbank – Aussaaterde in eine flache Schale füllen, die Samen einzeln oder dünn gestreut verteilen, andrücken und mit 0,5 bis 1 cm Erde abdecken.
Sämlinge werden pikiert (vereinzelt), wenn das erste Blattpaar voll ausgebildet ist. So einsetzen, daß die Blätter ca. 1 cm über der Erde stehen.
Jungpflanzen mit mehreren Blättern brauchen einen eigenen Topf. Sehr lange Wurzeln werden gekürzt, das regt das weitere Wachstum an.
Große Pflanzen wie z. B. Palmen haben meist große Samen, die schnell kräftige Wurzeln bilden. Sie werden gleich einzeln in Töpfe ausgesät.

 

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