Bauerngärten – Die bunte Pracht vom Lande

BauerngärtenWie gelingt solch eine tolle Mischung aus Ordnung und Vielfalt? Hier gibt’s ein paar hilfreiche Tips vom Experten für Sie! Erlaubt ist, was gefällt und schön blüht. Das ist das Wichtigste am Bauerngarten.“ Professor Warda ist Fachmann, er kennt unendlich viele Anlagen, hat sich theoretisch mit dieser Gartenform beschäftigt und schließlich im schleswig-holsteinischen Ellerhoop selbst einen Garten angelegt. „Früher wurden ausschließlich Nutzpflanzen für die Küche, die Hausapotheke oder auch für den Blumenschmuck der Dorfkirche im Garten gezogen. Heute ist das nicht mehr so wichtig. Jeder pflanzt, was ihm gefällt, am besten eine bunte Mischung aus Zierpflanzen, Kräutern und Gemüsen. Damit die Vielfalt nicht wie Wildwuchs wirkt, sind die Beete ja mit niedrigen Buchsbaumhecken eingefaßt.“ Buchsbaumhecken rund um die geometrisch angelegten Beete sind neben der Farbenpracht das einzige Muß im Bauerngarten. Damit dieser Rahmen stimmt, geht man bei der Anlage erst einmal mit Richtschnur und (fürs Mittelbeet) Schnurzirkel zu Werke. Auf den Linien, die danach gezogen werden, setzt man die Buchspflänzchen. „Mit Pflanzen aus der Gärtnerei kann so ein Garten teuer werden. Wer die Gelegenheit hat, kann auch Triebstecklinge schneiden und sie in Anzuchterde bewurzeln. Geeignet ist auch der preiswertere Liguster“, rät Warda.

Und er hat noch ein paar Tips für Anfänger:
•    Viele der Bauerngartenpflanzen wie z. B. Stockrosen, hohe Margeriten, Königskerzen werden sehr groß und überstehen starken Regen oder Sturm schlecht. Sie werden an Stäbe angebunden, die man schon setzt, wenn die Pflanzen noch klein sind.
•    Damit durch Abgeblühtes keine Lücken entstehen, braucht man immer selbst gezogene einjährige Blumen, die dann eingesetzt werden.
•    Bei zweijährigen Blumen wie z. B. Stockrosen muß man sich merken, wie sie im blütelosen ersten Jahr aussehen, damit sie nicht gejätet werden.
•    Von besonders schönen Sorten sammelt man Samen, die im Frühjahr auf der Fensterbank gezogen werden.

Phantasievolles Spiel mit Kreisen und Quadraten
Die strengen Grundrisse der Bauerngärten haben einen ganz praktischen Grund: Sauber abgegrenzte Wege lassen sich leichter unkrautfrei halten, übersichtliche Beete gut pflegen und bepflanzen. So sparten sich die Bäuerinnen viel Arbeit und konnten gleichzeitig den vorhandenen Platz für möglichst viele Pflanzen nutzen. Heute geht es weniger um praktische Vorzüge als um Schönheit. So darf auch mit den Formen gespielt werden -erst auf dem Zeichenblatt, dann im Garten selbst.

Variationen über den Bauerngarten: Je nach Größe des Grundstücks läßt sich aus Quadrat oder Rechteck der Grundriß der Anlage entwickeln. Dabei muß nicht unbedingt ein Rondell in der Mitte sein, es genügt auch eine Wegkreuzung, die zusätzlich noch betont werden kann, zum Beispiel mit einem Blumenkübel.

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