Laubsauger: Was leisten sie wirklich?

Wer es sich mit Herbstlaub leichter machen will, kommt an Laubsaugern nicht vorbei. Allerdings auch nicht am Ärger mit Nachbarn, denn alle Geräte sind ziemlich laut. Unser Praxis-Test zeigt, welcher für Sie der richtige ist.

Jeden Herbst das gleiche Thema: Das Laub muß weg. Was mit Laubbesen und Harke mühselig besorgt werden muß, schaffen Laubsauger schnell und ohne viel Anstrengung: Blätter werden im Nu aufgesaugt oder weggeblasen. Das klingt verlockend. Aber lohnt sich die Anschaffung für den privaten Garten?
Es kommt auf die Größe an. Denn das Prinzip, nach dem Laubsauger bzw. -bläser funktionieren, ist nicht nur einfach, sondern außerordentlich effektiv: Die Ansaugluft wird so gebündelt, daß sie als wiederaustretender Luftstrom alles lose am Boden liegende kräftig wegpustet – oder umgekehrt. Der künstliche Herbststurm ist bei allen geprüften Geräten so stark, daß trockenes Laub 20 bis 25 Meter weit geblasen wird. Vorsicht also in kleinen Gärten: Das aufgewirbelte Laub kann leicht auf der anderen Seite des Gartenzauns landen.
Sollen die Geräte als Sauger zum Einsatz kommen, müssen sie umgestellt werden. Bei einigen genügt dafür ein Handgriff, bei anderen ist der Funktionswechsel aufwendiger. Das Blasrohr wird gegen den Laubfangsack getauscht, und vor die Luftansaugöffnung am Motor kommt ein dickes Saugrohr – eine Prozedur, die schon mal zehn Minuten dauern kann.
Doch der Aufwand hat auch sein Gutes. Denn gerade die drei Umrüstgeräte überzeugten mit sehr guten Saugleistungen. Es dauerte nur wenige Minuten, bis selbst ansehnliche Laubhaufen in den großvolu-migen Laubsäcken verschwanden. Auch dünne, trockene Äste, Eicheln, Bucheckern und Kastanien wurden sehr schnell verschluckt. Bei den einteiligen Geräten, die leichter umzustellen sind, dauerte das etwas länger. Die unterschiedlichen Motorleistungen von 650 bis 1400 Watt machten sich hier bemerkbar.
Einige Geräte häckseln das Aufgesaugte außerdem noch mit einem Messer oder Nylonfaden, bevor es im Fangsack landet. So ist das Laub ohne zusätzlichen Arbeitsgang ideal für den Komposthaufen.
In der Handhabung erwiesen sich alle geprüften Geräte als sehr bequem. Die schwereren hängen an einem Schultergurt. So sind die Arme entlastet, und das Saugrohr läßt sich mühelos dirigieren. Bei den leichten Geräten reichen die Griffe, um sie leicht handhaben zu können. Einzig die Laubsäcke, die bis zu 65 Liter fassen, werden mit fortschreitender Arbeit schwerer. Ein gutes Zeichen, schließlich sind dann ja auch alle Blätter weggesaugt.

In Gärten mit sehr viel Laub oder dort, wo Eichen, Kastanien oder Nußbäume wachsen, deren Laub schwer verrottet, empfiehlt sich ein Laubsauger mit Häckseleinrichtung. Die vier Testgeräte mit diesem Zusatz zerkleinerten trockenes Laub und kurze, dünne Äste während des Saugens. Die Testergebnisse waren überzeugend: Von vier großen Blätterbergen, die unzerkleinert nie in nur einen Fangsack gepaßt hätten, blieb jeweils nur eine Füllung mit fein gehäckselten Blättern und Ästen übrig.

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