Machen Sie den Teich winterfest

Bevor der Winter Einzug hält und der Teich zum ersten Mal zufriert, ist Pflege fällig. Denn nicht alle Pflanzen und Tiere im Teich vertragen strengen Dauerfrost.

Wer Laub und abgestorbene Pflanzenteile aus seinem Teich entfernt, hat schon das Wichtigste erledigt. Denn dieses organische Material würde im Lauf der Zeit auf den Teichboden sinken und dort verrotten. Bei der Verrottung wird dem Wasser Sauerstoff entzogen, den Pflanzen und Tiere zum Leben brauchen, gleichzeitig entstehen Faulgase, die die Wasserqualität verschlechtern. Frostsicher wird Ihr Teich, wenn Sie folgendes beachten:
•    Ein paar Stellen sollten eisfrei gehalten werden, damit Faulgase entweichen können. Denn absolut sauber bekommen Sie Ihren Teich nie.
•    Vorsicht mit Seerosen, Wasserhyazinthe und Wassersalat: Sie erfrieren leicht. Teiche mit weniger als 60 cm Tiefe können ganz durchfrieren, die Wasserpflanzen würden dabei kaputtgehen, weshalb sie besser in einem großen Kübel im Haus überwintern sollten. Heimischen Wasserpflanzen schadet das Durchfrieren nicht.
•    Nicht winterharte Sumpfpflanzen, Goldkolben, Hecht-kraut und Wasserähre, werden mit Noppenfolie oder Fichtenreisern gegen Kälte geschützt.
•    Alle elektrischen Teile wie Springbrunnen, Pumpen oder Leuchten kommen aus dem Wasser und werden im Haus gelagert. Was fest eingebaut ist, muß so eingepackt und isoliert werden, daß es nicht einfriert.
•    Folienteiche und Kunststoffbecken mit schrägen Wänden können einfrieren, ohne daß das Material leidet.

•    Anders ist es bei den meisten gemauerten Teichen oder Betonbecken: Becken mit steilen Wänden müssen vor dem Winter geleert werden, weil sie platzen können, wenn das Wasser friert. Die Pflanzen überwintern dann in Kübeln im Haus.

•    Diese Gefahr besteht auch bei Miniteichen im Kübel. Sie werden nach Möglichkeit ins Haus geholt und, wenn das nicht möglich ist, mit Noppenfolie, Styropor, Stroh oder Laub vor Frost geschützt.

Vor dem ersten Frost: Die wichtigsten Arbeiten zu Reinigung und Pflanzung – Mit dem Käscher läßt sich Laub gut von der Wasseroberfläche abfischen. Im Herbst muß das alle paar Tage gemacht werden.
Gerollte Bambusmatten sorgen wie Eisfreihalter aus Styropor dafür, daß Faulgase nach oben abzie-hen können. Zu dicht stehende Pflanzen werden jetzt etwas ausgedünnt, damit nicht zu viele abgestorbene Blätter ins Teichwasser gelangen.
Fadenalgen sind meist zu Knäueln verwachsen und können mit dem Rechen aus dem Wasser gezogen werden, wenn sie überhand nehmen. Mit dem scharfen Spaten werden zu groß gewordene Sumpf- und Wasserpflanzen jetzt geteilt und wieder neu eingesetzt.
Für Neupflanzungen winterharter Gewächse ist der Herbst die richtige Zeit. Gut sind Pflanzgefäße aus Kokosgewebe oder Kunststoff-Gittertöpfe.

Winterquartier für Tiere am Teich
•    Fische können nur in Teichen überwintern, die nicht ganz durchfrieren. Aus flachen Teichen werden sie herausgefangen und im Haus in Wasserkübel eingesetzt.
•    Die Eisdecke darf auf keinen Fall aufgehackt werden, weil die Fische dadurch betäubt werden. Schlimmer noch, durch die Erschütterung kann ihre Schwimmblase platzen.
•    Frösche und Kröten suchen sich im Spätherbst ihr Winterquartier in der Schlammschicht am Teichboden oder in Laubhaufen am Ufer. Um sie nicht zu stören, wird die gründliche Teichreinigung aufs Frühjahr verschoben, wenn die Tiere ihre Ruhephase beendet haben.

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