Pflanzen Sie jetzt für den Frühling

Wenn die letzten Rosen noch blühen, kommen schon die Blumenzwiebeln für die nächste Saison in die Erde. Wir verraten Ihnen, wie es ein bunter Frühling wird.

Aus den größten Zwiebeln gehen die prächtigsten Blumen hervor. Deshalb sollten Sie beim Einkauf wählerisch sein und nur glatte, feste, unbeschädigte Exemplare nehmen. Denn Zwiebeln sind die Speicherorgane, in denen alles enthalten ist, was die Blume für ihre Entwicklung braucht.

Wie es mit den Zwiebelblumen weitergeht, hängt vor allem vom Boden ab. Ideal ist durchlässige, lockere Erde mit einem pH-Wert von etwa 7 (also neutral), der gut mit Nährstoffen versorgt ist.
•    Der Boden sollte möglichst 20 cm tief gelockert und unkrautfrei sein. Ist er verdichtet oder zu naß, setzt man Sand, Styromull o.ä. zu, um ihn durchlässiger zu machen.
Als Vorbereitung eignet sich auch ein Bewuchs mit Gründünger oder die Abdeckung mit Mulch bzw. Kompost. Frischer Stallmist dagegen eignet sich nicht.
• Die Zwiebeln kommen zweimal so tief in den Boden, wie sie dick sind. In schwere, kalte Böden setzt man sie etwas flacher, in sandige, warme etwas tiefer. Ist der Boden sehr fest, können Sie eine Dränageschicht aus Sand, Kies oder Split ins (entsprechend tiefere) Pflanzloch geben und die Zwiebel darauf setzen.
•    Organischer Dünger wie Horn- oder Blutmehl oder eine Abdeckung mit Komposterde versorgt die Zwiebeln während der Anwachsphase mit Nährstoffen. Zu Beginn der Vegetationsperiode haben die Zwiebeln einen hohen Nährstoffbedarf – dann vertragen sie auch mineralische Dünger.
•    Sollte der Boden bei der Pflanzung trocken sein, werden die Zwiebeln angegossen, am besten mit Regenwasser.
•    Eine Decke aus Laub, Reisig oder Mulch tut allen neu gepflanzten Zwiebeln gut und gibt ihnen beste Voraussetzungen für den Start im Frühjahr.

Sorten für Naturgarten, Kasten und Rabatte
■    Zum Verwildern eignen sich Allium, Schneestolz, Krokus, Schneeglöckchen, Märzenbecher und Traubenhyazinthe.
■    Im Balkonkasten wachsen Schneeglanz, Krokus, Winterling, Schneeglöckchen, Zwiebeliris, Zwerg- und Wildnarzissen, Blaustern, Botanische Tulpen.
■    Für die Staudenrabatte eignen sich Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Lilien, Steppen-kerze, Iris-Hollandica-Hybriden, Krokus, Allium-Arten, Inkalilie, Sterngladiole, Kaiserkrone und Glockenblaustern.

Lilien, Steppenkerze, Sterngladiole und Inkalilie sollten im Haus überwintern bzw. Winterschutz bekommen. Hochgezüchtete Tulpen jährlich aus dem Boden nehmen, Narzissen und Hyazinthen nach 3 bis 5 Jahren.

Zwiebeln in Kästen und Kübeln
Blähton, Scherben oder Kies dienen als Dränage, bedeckt mit wasserdurchlässigem Vlies, darauf etwa 3 cm Erde: So wird der Kasten schichtweise gefüllt.
Die Zwiebeln nach Größe sortieren. Am tiefsten liegen die großen Zwiebeln, dann Erde auffüllen und nach und nach die kleineren in Schichten versetzt zueinander einsetzen.
Wenn sich im März die Triebspitzen zeigen, entfernt man die Decke aus Laub oder Reisig. Der Kasten bleibt über Winter auf dem Balkon, gegen Frost eingehüllt in Stroh, Holzwolle oder Styropor.

Tips fürs Pflanzen im Garten
So, wie die Zwiebeln gepflanzt werden sollen, legt man sie auf der Räche aus. Am schönsten wirken Gruppen von mindestens fünf Blumen derselben Sorte.
Mit dem Zwiebelpflanzer geht die Arbeit schnell von der Hand. Je nach Bodenbeschaffenheit können Sie etwas organischen Dünger (z.B. getrockneten Rinderdung) mit ins Pflanzloch geben.
Ein guter Schutz gegen Wühlmäuse ist der Pflanzkorb. Er eignet sich auch ideal für empfindliche Zwiebeln, die nach der Blüte aus dem Boden genommen und im Haus überwintert werden.

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