So bleiben Ihre Bäume gesund

Vor den ersten strengen Frösten brauchen Obstbäume Schutz und Pflege, damit sich keine Schädlinge einnisten und sie im kommenden Jahr wieder gut tragen.

Damit es auch im kommenden Jahr eine gute Ernte gibt, müssen Obstbäume jetzt gut geschützt werden.
•    Ein Anstrich (s. rechts) versorgt den Baum mit wichtigen Spurenelementen und Nährstoffen und verhindert, daß die Rinde durch den starken Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht reißt. An den Rissen könnten sonst Krankheitserreger eindringen.
•    Wo Hasen, Kaninchen oder Rehe in den Garten kommen können, schützt man die Stämme durch Manschetten aus Draht, denn auch an Fraßstellen dringen Erreger ein.
•    An trockenen Blättern können Insekten im Herbst ihre Eier abgelegt haben. Deshalb wird restliches Laub sauber vom Baum entfernt.
•    Auch Fruchtmumien sind ein idealer Überwinterungsort für Insekteneier oder Pilzsporen. Deshalb müssen auch sie entfernt werden. Bei dieser Gelegenheit schneidet man auch bereits befallene Zweige, an denen die Früchte hingen, bis zum gesunden Holz zurück.
•    Überalterte oder kranke Bäume werden jetzt gerodet, denn im Frühjahr gibt es genug anderes zu tun. Außerdem lassen sich auf diese Weise Krankheitserreger und Schädlinge vernichten, die sonst auf gesunde Bäume übergreifen.
•    Schneelast kann vor allem bei Nadelgehölzen Zweige abbrechen und gefährliche Wunden entstehen lassen. Aber auch bei Obstbäumen werden überhängende Zweige abgestützt oder geschnitten.

Darauf sollten Sie beim Gang durch den Obstgarten achten – Lose Rindenstücke vorsichtig abkratzen oder abbürsten, weil darunter Obstschädlinge oder Sporen von Krankheitserregern überwintern.
Pfähle und Baumbänder auf Stabilität überprüfen, denn sie müssen auch im Winter und Frühjahr stärkeren Stürmen standhalten.
Leimringe werden spätestens zu Winterbeginn angelegt, damit z. B. Frostspanner ihre Eier nicht an den Blütenknospen ablegen.Wunden und Bruchstellen sauber ausschneiden und mit Baumwachs verschließen, damit hier keine Schädlinge eindringen können.
Aus Lehm oder Tonmehl sowie Schachtelhalmtee läßt sich ein Brei anrühren, der Bäume gesunden läßt. Als Zusätze kann man frischen Kuhdung, Algenkalk oder Rainfarntee untermischen. Das Ganze wird so dünnflüssig angerührt, daß es sich streichen oder spritzen läßt, oder es wird als Packung dick aufgetragen.

Der Boden unter Bäumen: Pflegetips
•    Wasser ist für Obstbäume im Spätherbst und Winter wichtig, denn sie verbrauchen jetzt mehr als die Hälfte des Jahresbedarfs.
•    Dünger bekommen die Bäume ebenfalls (nach einer Bodenprobe) in diesen Wochen. Auf mittleren bis schweren Böden am besten ab Ende November, auf leichten ab Mitte Dezember.
•    Bodenlockerung erfolgt nach dem Wässern und Düngen. Dabei wird die offene Baumscheibe etwa 10 cm tief (so daß keine Wurzeln beschädigt werden) mit dem Kultivator durchgearbeitet.
•    Die Mulchschicht auf der Baumscheibe wird entfernt, damit sich dort keine Mäuse einnisten.

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