Alles über Holzschrauben – Sie schneiden ihr Gewinde selbst

Holzschrauben sind das klassische Verbindungsmittel. Sie lassen sich einfach verarbeiten, haben höchste Haltewerte und sie sind universell einsetzbar.
Man unterscheidet die klassischen Holzschrauben mit Schlitz- oder Sechskantkopf für Vollholz und die modernen, besonders für Spanplatten und Holzwerkstoffe gut geeigneten Mehrzweckschrauben (Spaxschrau-ben) mit Kreuzschlitzkopf.
Die konventionelle Schraube mit Schlitz gibt es mit dem flächenbündigen Senkkopf (Flako DIN 97), dem halbrunden Rundkopf (Ruko DIN 96) und dem leicht vorgewölbten Linsenkopf (Liko DIN 95). Größere Dimensionen gibt es auch mit dem bei Maschinenschrauben üblichen Sechskantkopf (Schlüsselschrauben DIN 571). In den Normen (DIN) sind alle Daten der Schrauben wie Gewindedurchmesser, Nutzlänge, Gewindelänge, Kopfdurchmesser, Schlitzbreite und -tiefe und bei Sechskantköpfen die Schlüsselweite festgelegt.

Normen und Maße
Standardschrauben gibt es in Durchmessern von 1,6 bis 8 mm und in Längen von 8 bis 80 mm. Bei Schlüsselschrauben reichen die Durchmesser von 4 bis 20 mm und die Längen von 16 bis 200 mm. Als Länge wird die reine Nutzlänge gerechnet, als Durchmesser der größte Schaftdurchmesser. Die Länge des Gewindes entspricht mindestens 60 Prozent der glatten Schaftlänge.

Material und Oberfläche
Schlitzschrauben gibt es aus Stahl, Messing und rostfrei aus A2-Stahl und Aluminium. Stahlschrauben werden auch galvanisch verzinkt, chromatiert, vermessingt oder brüniert. Schrauben aus Messing gibt es blank, brüniert, vernickelt oder verchromt. Letztere werden speziell im Sanitärbereich eingesetzt. Aluschrauben werden meistens gold-oder silberfarben eloxiert geliefert. Schlüsselschrauben sind in der Regel verzinkt, aus rostfreiem Stahl oder für den Einsatz bei Gartenhölzern verzinkt und braun oder weiß pulverbeschichtet.
Auf den Schraubenverpackungen sind die wichtigsten Daten vermerkt. Dort sind Material und Oberflächenbehandlung, Gewindedurchmesser, Länge, Kopfform und DIN-Nummer zu finden. Farbige Kennzeichnungen auf den Etiketten ordnen den Inhalt einer Schraubenart zu. Großdimensionierte Schrauben kann man einzeln kaufen, Standardgrößen gibt es in Kleinpackungen oder zu jeweils 50, 100 oder 200 Stück in Kartons verpackt.

Spaxschrauben
Die Bezeichnung Spaxschraube ist ein geschütztes Warenzeichen des Schraubenherstellers Altenloh, Brink & Co., hat sich aber als allgemeine Bezeichnung für Mehrzweckschrauben durchgesetzt. Spaxschrauben haben gegenüber normalen Holzschrauben ein schärferes Gewinde, einen dünneren Schraubenkern, eine scharfe Greifspitze und eine Gleitbeschichtung. Der dünne Kern führt zu einem geringeren Verdrängungswiderstand und macht so in den meisten Fällen ein Vorbohren nur noch in dem zu befestigenden Teil nötig.
Als Antrieb hat sich bei diesen Schrauben der Pozidriv-Kreuz-schlitz (in vier verschiedenen Größen) durchgesetzt. Neuerdings sind die Schrauben auch mit Torxkopf (in sechs Größen) zu haben. Beide Systeme machen das Arbeiten mit E-Schraubern möglich. Die Kopfformen (bis auf den Sechskantkopf) der Spaxschrauben entsprechen weitgehend denen der Standardholzschrauben. Das Material ist in den meisten Fällen gehärteter Stahl, A2 (rostfrei) oder auch Messing. Stahlschrauben sind verzinkt, weiß- bzw. gelbchromatiert oder brüniert. Die Durchmesser reichen von 3 bis 6 mm, die Nutzlängen von 13 bis 240 mm.

Farbieitsystem zur Orientierung – Durch ein Farbieitsystem findet man sich beim Schraubenkauf schnell zurecht. Die Etiketten von Verpackungen für Stahlschrauben sind grün, die von Messingschrauben gelb. Bei Senkkopfschrauben sind die Aufkleber einfarbig, bei Halbrundkopf haben sie einen roten, bei Linsenkopf einen weißen Streifen.

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