Der Stuhl aus Buchenholz: echte Tischlerarbeit

Schaukelstuhl 2Auf den Fotos rechts können Sie verfolgen, wie der Schaukelstuhl aus massivem Buchenholz und Multiplexsperr-holz entsteht. Es beginnt mit dem Zusammenleimen von Rechteckleisten zu quadratischen Beinholmen und endet mit dem Verleimen des kompletten Schaukelstuhls. Gut erkennen können Sie, welche Hand- oder Elektrowerkzeuge wir für die einzelnen Arbeitsschritte eingesetzt haben: Geräte, die jeweils für einen optimalen Arbeitsfortschritt gesorgt haben. Einige Arbeiten lassen sich natürlich auch mit einfachen Handwerkzeugen bewältigen. Zum Beispiel das Hobeln der Beinverjüngungen. Andere Arbeiten wie das Ausformen der Lehnenquerstücke verlangen zwingend nach einem Elektrowerkzeug. Fehlendes müßten Sie sich vielleicht beschaffen.

Alle Verbindungen bleiben im rechten Winkel, sonst würde es ! zu kompliziert. Die geschweiften  Formen sind dann etwas fürs Augenmaß. Viele weitere Informationen samt einer ausführlichen Stückliste finden Sie auf unserem Bauplan.

Die massiven Rechteckleisten aus Buchenholz haben wir als Hobelware beim Holzhändler bezogen. Dort waren auch die 20 mm dicken Dübelstangen in Buche zu haben. Besonders diese waren jedoch nicht alle maßhaltig. Wir haben ihren Durchmesser mit einer Schieblehre kontrolliert und nur exakt runde Stangen ausgewählt. Genau hinschauen mußten wir aber auch bei den Rechteckleisten, um keine gebogenen oder gewundenen Stücke zu erwischen. Zur Sicherheit lieber etwas mehr Material einkaufen und vorhandene Fehlerstellen herausschneiden.

Winkelgerecht abgelängt wer den die Beinholme entweder mit einer Präzisionsgehrungssäge oder auf einer Tischkreissäge. Die Längen genau nach Stückliste anreißen.
Die Bohrungen für die Querholme, die aus 20-mm-Buchenholz-Rundstäben bestehen, werden unter dem Bohrständer vorgenommen. Die Tiefe der Sacklöcher: genau 30 mm.
Auf Solltiefe eingesägt werden die unteren Enden der Stuhlbeine für die Sperrholzkufen. Den Schlitz mit dem Stecheisen von beiden Seiten bis zur Mitte ausstemmen. Ein Elektrohobel mit Stationärhalterung macht es Ihnen leicht, die Beinholme gleichmäßig zu den Enden hin zu verjüngen. Mit dem Handhobel macht die Arbeit mehr Mühe.
Multiplexsperrholz in Buche, 15 mm dick, ist das Material, aus dem die Kufen und die Lehnen gefertigt werden. Konturen aufzeichnen, mit einer Stichsäge aussägen.
Die Kufenunterseite, vom Sägeschnitt leicht uneben, glätten Sie mit einer langen, sandpapierbezogenen Leiste. Oberkante und Seiten mit dem Schwingschleifer glätten.
Die geschweiften Formen der Arm- und der Rückenlehnen können Sie mit einem stationär befestigten Bandschleifer überarbeiten. Werkstücke paarig zusammenspannen. Sauber anfasen können Sie die Schaukelstuhlbeine, wenn Sie den Seitenanschlag des Stationärhobels auf einen 45-Grad-Winkel einstellen. Dann mit Sandpapier nacharbeiten.  Zwei lange Knechte sowie ein paar stabile Zulagen (beschichtete Plattenstreifen) brauchen Sie, um die beiden Stuhlseiten mit Holzleim dauerhaft und fest zu verbinden.
Beim Verleimen des Stuhlgestells samt Rückenlehne sollte Ihnen ein Helfer zur Hand gehen. Stuhlbeine auf eine ebene Fläche stellen, die Zwingen mit Zulagen unterlegen.
Die Schaukelstuhlkufen, nach Plan in die Schlitze gesetzt, werden dort mit je einem 12 mm dicken, eingeleimten Holzdübel fixiert. Auch die Kontaktflächen mit Leim versehen.
Ein Treppen- und Parkettlack mit sehr kratzfester Oberfläche diente uns zum Versiegeln des Holzes. Wählen Sie zwischen hochglänzendem oder seidenmattem Finish.

 

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