Ein Klassiker von IKEA, viermal raffiniert umgebaut – Wohn möbel aus Kellerregalen

STEN als SideboardIm Ikea-Katalog finden Sie Sten als Einrichtungssystem für Kellerräume. Aber warum sollten sich aus den Lagerregalen nicht auch Wohnmöbel machen lassen? Denn: Billiger als mit Sten geht’s kaum. Vier Ideen für Wohn- und Kinderzimmer.

Muß man es eigentlich noch jemandem vorstellen? Das Regalsystem Sten aus massiver, unbehanaelter Fichte zählt zu den Klassikern aus dem Programm von Ikea und das, obgleich es nicht gerade einen besonderen Charme versprüht.
Dafür wartet es mit anderen guten Eigenschaften auf. Es ist sehr preiswert. Schon für 57 Euro kann man die Teile für ein hohes Regal mit vier Böden und einer Werkzeugtafel als Rückwand bekommen. In zwei Höhen (110 oder 174 cm) und zwei Bodentiefen (31 oder 51 cm) angeboten und mit Lochreihen für unterschiedliche Bodenhöhen versehen, bietet das System reichlich Variationsmöglichkeiten.
Damit aber nicht genug. Wir haben herausgefunden, daß man noch viel mehr mit Sten anfangen kann. Mit Leimholzplatten oder lackierten Holzflächen als Seiten lassen sich die Möbel schnell verschönern und mit Türen, Sockeln, eingefügten Schubkastenschränken (s. unten) und anderen Teilen einfach komplettieren.

STEN als Sideboard – Aus drei mach eins Das Sideboard besteht aus einem Schubkastenschränkchen, flankiert von niedrigen Sten-Regalen.

Sten ist in dem Sideboard zweimal enthalten, und zwar in 110 cm Höhe mit je vier 51 cm tiefen Böden (s. auch Foto S. 7). Dazwischen haben wir ein Schubkastenschränkchen, ebenfalls von Ikea, eingearbeitet.
Deckel (Oberboden) und Seitenteile sind aus 60 cm breiten Leimholzplatten. Die Sockelstreifen kann man aus Fichtenbrettern oder ebenfalls aus Leimholz zuschneiden, und schließlich geben 4 x 2 cm und 2 x 2 cm dicke Leisten als Verzierung der Plattenvorderkanten dem Möbel das Profil.

Für die Montage der Ikea-Regale bekommt man fingerlange Sechskantschrauben mitgeliefert, die einfach in die vorhandenen Bohrungen gesteckt und in die Traghölzer der Böden gedreht werden. Da die herausragenden Schraubenköpfe bei den Zierleisten des Sideboards stören würden, tauscht man sie an diesen Stellen gegen entsprechend große Holzschrauben mit Senkkopf aus. Die Böden der beiden Regale sollten auf gleichen Höhen liegen, damit beim Sideboard die Symmetrie gewahrt ist.

Sobald Leimholzseiten und Sockel angebracht sind, kann das Möbel aufgestellt werden. Zwischen die Regale kommt das Schubkastenschränkchen und als Verbindung ein Fachboden. Danach wird der Deckel aufgelegt. Verschraubt man das Sideboard an der Wand, sind Stützkreuze oder Rückwände überflüssig.

Für die Zierleisten müssen die Befestigungsschrauben der Böden versenkt werden. Die Schlüssel-gegen Spaxschrauben austauschen.
Die Seitenteile in der Mitte des Sideboards werden 54,5 cm breit gesägt und von innen angeschraubt. Die Außenseiten bleiben 60 cm breit.
In die Ecken zwischen Stollen und Außenseiten werden die beiden Zierleisten (4 x 2 und 2 x 2 cm) geleimt und gestiftet. Dasselbe beim Deckel.
Mit langen Schrauben werden Sockelstreifen aus Leimholz von unten direkt an den Boden geschraubt, 1 bis 2 cm zurückspringend. Der Schubkastenschrank zwischen den beiden Regalteilen erhält ebenfalls Sockelstreifen und einen Deckel (mit den Seiten verschraubt).
Die Deckelplatte mit den untergeleimten und gestifteten Zierleisten wird nach dem Auflegen und Ausrichten von unten angeschraubt.

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