Mauerschäden reparieren – Geringer Aufwand, schneller Erfolg

Mauerschäden reparierenDefektes Mauerwerk sollte immer sofort repariert werden, um größeren Folgeschäden vorzubeugen. Fertigmörtel hilft dabei.
Ein loser Stein oder eine defekte Fuge lassen sich ohne großen Aufwand reparieren, wenn mit dem entsprechenden Werkzeug und Fertigmörtel gearbeitet wird. Fugenmörtel, Blitzzement, Putz-und Mauermörtel gibt es auch in kleinen Gebinden, die für Reparaturen ausreichen. Wer solche Reparaturen vornimmt, sollte unbedingt die Verarbeitungshinweise der Hersteller berücksichtigen. Zu feuchter oder zu trockener Mörtel machen sonst die ganze Arbeit zunichte.

Zum Reparieren werden gebraucht: Fugenmörtel, Schwamm und Lappen, Eimer, Glättkelle, Meißel samt Fäustel, Fugeisen, Kelle, Ersatzsteine, Bürste und Wasserwaage.

Mit Fäustel und schmalem Meißel den alten Mörtel der zu sanierenden Fuge vorsichtig herausschlagen. Von der defekten Verfügung zum Stemmloch schlagen. Mit der harten Bürste sorgfältig alle losen Mörtelteile und Staub aus der Fuge herausbürsten. Stemmreste erschweren das Verfugen mit neuem Fugenmörtel. Gutes Wässern der freigelegten Fuge ist wichtig, damit der Fugenmörtel nicht zu schnell austrocknet. Nur dann haftet der frische Mörtel ausreichend gut. Fugenmörtel gibt es in kleinen Gebinden und verschiedenen Farben für Reparaturarbeiten. Nur soviel Material anrühren, wie in kurzer Zeit verarbeitet werden kann. Von der Glättkelle den Mörtel mit einem Fugeisen in die Fuge drücken. Zuerst die senkrechten Fugen füllen, dann die horizontalen, die das Fugenbild bestimmen. Mit einem Lappen sofort überschüssigen Mörtel entfernen und die Steine mit Wasser reinigen. Grauschleier später mit verdünnter Salzsäure absäuern.

Arbeiten mit Blitzzement
Für kleine, schnelle Reparaturen am Mauerwerk eignet sich Blitzzement hervorragend. Die Verarbeitungshinweise des Herstellers sind wichtig. Beachten Sie unbedingt das Verhältnis Zement zu Wasser: Wird der Fertigmischung zuviel Wasser hinzugefügt, wird der Mörtel zu dünn und die optimale Haltekraft nicht erreicht. Bei zu wenig Wasser härtet der Mörtel blitzschnell aus und läßt sich nicht mehr verarbeiten. Aus diesen Gründen sollten alle vorherigen Arbeiten, das Entfernen des alten Mörtels, das Säubern und Wässern von Mauerstelle und Stein, vorher abgeschlossen sein. Ist die Mischung erst angerührt, muß sie sofort verarbeitet werden. Die Abbindezeit dauert bei 20 Grad Celsius Außentemperatur nur fünf Minuten. Kaltes Wasser verlängert die offene Zeit etwas, warmes Wasser verkürzt sie. Achtung: Blitzzement reagiert alkalisch, das heißt, er wirkt ätzend. Personen mit empfindlicher Haut oder kleinen Verletzungen an den Händen sollten bei der Arbeit Gummihandschuhe tragen. Gelangt einmal ein Spritzer Schnellmörtel ins Auge, muß es sofort unter fließendem Wasser ausgespült werden, um Verätzungen zu vermeiden.

Mörtel
Fertigmörtel, Fugenmörtel und Blitzzement gibt es in verschiedenen Gebinden. Diese Fertigmischungen werden nur noch mit Wasser angerührt und sind sofort gebrauchsfertig. Sie lassen sich auch in ganz kleinen Mengen anrühren, wenn das Verhältnis Wasser zu Mischung beibehalten wird. Extratip: Haben Sie zuviel angerührt, gießen Sie den Überschuß in ein Sandförmchen. Ist der Mörtel ausgehärtet, erhalten Sie Figuren, mit denen Sie Blumenkästen dekorieren können.

Mauerstein ersetzen
Einen defekten Stein aus einer Mauer zu nehmen und ihn durch einen neuen zu ersetzen ist nicht schwer. Eine solche Reparaturarbeit sollten Sie aber nicht allzu lange hinausschieben, denn Feuchtigkeit und Frost sind der größte Feind des Mauerwerks:    Gefrorenes    Wasser wirkt wie eine kleiner Sprengsatz. Je größer der Schaden wird, desto teurer seine Reparatur.
Zertrümmert wird der kaputte Mauerstein von der Mitte her, damit die angrenzenden Steine heil bleiben. Ist der Stein vollständig herausgeschlagen, werden alle losen Teilen aus dem Loch gefegt. Dann Reparaturstelle und neuen Stein wässern und den Mörtel anrühren. Frischen Zement in das Loch einbringen und verstreichen. Auf zwei fugenstarken Hölzern läßt sich der neue Stein leicht in die Öffnung schieben. Sie sichern so die richtige Lage des Steins. Dann die beiden Hölzer vorsichtig herausziehen und mit dem Fugeisen Mörtel nachstopfen. Die senkrechten Fugen werden zuerst mit Mörtel verfüllt, dann die waagerechten. Abschließend überschüssigen Mörtel mit einem Lappen oder einer Bürste entfernen und den Stein mit einem Schwamm abwaschen.

Trennschleifer oder Bohrmaschine – Um einen Mauerstein auszuwechseln, kann die Fuge auch mit einem Trennschleifer aufgeschnitten oder der Stein mit einer Schlagbohrmaschine angebohrt werden. Dann läßt sich der Stein leicht zertrümmern und herausschlagen. Immer in der Mitte beginnen, um die Nachbarsteine nicht zu beschädigen.

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