Schöne Kamine gibt’s als Bausatz

Kamine: so richtig gemütlich und außerdem auch noch enorm dekorativ. Aber je schöner ein solches Schmuckstück ist, desto mehr müssen Sie dafür hinblättern. Erschwinglich wird’s, wenn Sie einen Bausatz kaufen. Durch den Selbstbau sparen Sie nämlich jede Menge Geld. Unsichtbar und möglichst lautlos soll sie heutzutage sein, die Technik, die unsere Wohnräume beheizt. Moderne Heizanlagen haben ihre Wärmequelle deshalb meist im Keller, die Wärmeregulierung hat die Elektronik übernommen. Und doch: Kaum ein Haus- oder Wohnungsbesitzer, der nicht trotz perfekter Zentralheizung von einem gemütlichen Kamin träumt.
Aber Kamine sind nicht nur für die Gemütlichkeit da. Moderne Systeme bieten neben dem Reiz des offenen Feuers auch heiztechnische Vorteile. Sie sind eine ideale Zusatzheizung bei sehr niedrigen Außentemperaturen und reichen als Alleinheizung aus, wenn das Einschalten der Zentralheizung noch nicht lohnt. Moderne Geräte feuern die Energie nicht einfach zum Schornstein hinaus, sondern arbeiten nach dem Konvektionsprinzip und sorgen schnell für Wärme. Soviel Komfort hat natürlich seinen Preis, weshalb der schöne Kamin oft ein Wunschtraum bleibt, den manch einer viele Jahre hegt. Seibermacher können die Zeit abkürzen: mit einem Bausatz. So spart man immerhin schon die Montagekosten. Und das sind je nach Modell bis zu 1500 Euro. Bausätze für Kamine gibt es in vielen hundert Varianten und in verschiedenen Stilrichtungen. Sie umfassen in der Regel den Heizeinsatz und die Verkleidung. Diese kann, wie bei dem Prinzip, das wir auf diesen Seiten vorstellen, aus einem Modulsystem oder aus Standardteilen bestehen. Alles weitere Aufbaumaterial beschafft man sich im Baumarkt.

Vom Entwurf bis zum Aufbau: Kamin nach Maß

Beim Konvektionsprinzip wird Luft in dem Raum zwischen Heizeinsatz und der Kaminummantelung erwärmt, steigt nach oben auf und tritt als Heizluft aus Gittern oder verdeckten Öffnungen in den Raum hinein. Gleichzeitig wird am Boden des Kamins abgekühlte Raumluft angesogen und erneut erwärmt. Durch diese Luftumwälzung wird der ganze Raum erwärmt. Da bei diesen Kaminmodellen das Feuer hinter einer Keramikglastür brennt, kann es durch Drosselung der Luftzufuhr reguliert werden, und es zieht nicht unnötig viel erwär-mete Raumluft mit in den Schornstein. Ein weiterer Vorteil der Glastür ist die Sicherheit, denn es können keine glühenden Holzreste in den Raum geschleudert werden. Kaminbausätze werden in vielen Stilrichtungen, z. B. als Kachelkamine, mit Verkleidungen aus Natursandstein oder aus Marmor, angeboten. Die Heizleistungen liegen zwischen 7 und 10 KW, was als Vollheizung für einen mittelgroßen Raum ausreicht.

Geteilte Arbeit: Fachleute helfen, wo es nötig ist
Die Bausätze, die nach den Wünschen des Käufers und nach den örtlichen Gegebenheiten von Fachberatern zusammengestellt werden, umfassen den Heizeinsatz und alle Teile, die für den Aufbau benötigt werden, sowie eine ausführliche Bauanleitung. Nur das Material für die Schürze beschafft man sich beim Baumarkt. Das sind für ca. 2,5 Quadratmeter Porenbetonsteine, der Klebemörtel, Putzarmierungsgewebe und Strukturputz für die Oberfläche.
Die Fachberater geben auch Tips vor Ort und helfen bei der Beschaffung der Anschlußgenehmigung durch den zuständigen Schornsteinfegermeister. Wer sich den Selbstaufbau eines Kaminbausatzes vornimmt, sollte schon etwas Übung beim Umgang mit der Maurerkelle und mit Mörtel haben. Bei großer Heizleistung des Kamins und wenn er dazu noch in einem kleinen Raum aufgestellt wird, muß für zusätzliche Luftzufuhr gesorgt werden (s. Kasten rechts). Selbstverständlich kann man sich auch alles vom Lieferanten aufbauen lassen. Dafür werden dann aber zusätzlich bis zu 1500 Euro an Montagekosten fällig. Geld, das man ja eigentlich sparen wollte, um es – z. B. in das Brennmaterial zu stecken, für viele Stunden am offenen Kaminfeuer.

Fragen Sie immer Ihren Schornsteinfegermeister!

Bevor Sie sich mit dem Gedanken beschäftigen, einen Kamin einzubauen oder einbauen zu lassen, sollten Sie unbedingt mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister Kontakt aufnehmen. Er prüft, ob das von Ihnen vorgesehene Gerät angeschlossen werden darf, ob ein freier Zug im Schornstein vorhanden ist und ob sein Querschnitt für die Heizleistung des Kamins und die Größe der Feuerraumtür ausreicht. Es dürfen grundsätzlich nur Feuerstätten angeschlossen werden, die den DIN-und CE-Vorschriften entsprechen (das ist bei allen hier gezeigten Modellen der Fall). Der Boden muß für das Gewicht des Geräts die notwendige Tragfähigkeit haben (normale Betondecken reichen aus), unter dem Kamin dürfen sich keine Versorgungsleitungen befinden, und vor dem Kamin muß sich eine ausreichend große Fläche mit unbrennbarem Bodenbelag (z.B. Metall, Glas oder keramische Riesen) befinden.

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