Vertiko im Landhausstil vol.2

Vertiko im LandhausstiDer Korpus: durch und durch massive Kiefer – Schaff’ ich’s oder schaff ich’s nicht, das Vertiko nachzubauen? Wer sich diese Frage stellt, weil ihm das schöne Landhausmöbel gefällt, der wird beim Betrachten der Konstruktionszeichnung und der Arbeitsfotos auf dieser Seite zu einer Antwort finden. Die Zeichnung links macht deutlich, daß das Bauprinzip, nach dem dieses Vertiko entstand, recht einfach ist: Holzdübel und Leim sorgen bei den stärker belasteten Verbindungen für Stabilität. Die Rückwandplatte wird mit Schrauben in einem Falz befestigt, der Schubladeneinsatz wird ebenfalls mit dem Korpus verschraubt. Und alle sonstigen Verbindungen wie z. B. die der Lisenen mit den Schrankseiten und die Hohlkehlleiste mit dem Deckel werden schlicht angeleimt und -gestiftet. Konstruktive Hürden gibt es bei diesem Möbelstück also nicht. Aber trotzdem müssen Sie über eine Reihe von Elektrowerkzeugen verfügen, wenn das Werk den Meister loben soll. Schauen Sie sich die Fotos an, dann sind Sie über die wichtigsten Schritte im Bilde. Für den Zuschnitt der Einzelteile nach Stückliste (siehe Bauplan) benötigen Sie eine Tischkreissäge. Damit werden auch die Seiten sowie Unterboden und Deckel ausgefälzt. Eine Bohrmaschine und eine Dübelhilfe braucht man, um die Dübellöcher paßgenau und mittig zu bohren. Zum Profilieren der Lisenen bzw. auch zum Fälzen der Schranktüren ist eine Oberfräse nötig. Und zum Aussägen der Schrankblende mit ihren ge-schwungenen Enden brauchen Sie eine Stichsäge. Bliebe noch der Schwingschleifer zu erwähnen, mit dem Sie für eine glatte Oberfläche sorgen und alle Holzkanten ein wenig abrunden. Die für den Bau notwendigen Handwerkzeuge gehören zum Standard in jeder Hobbywerkstatt.

Diese Skizze macht klar, wie einfach dieses Vertiko aufgebaut ist. Das Material: Leimholzplatten in Kiefer, 18 und 28 mm dick. Einzige Ausnahme: die Sperrholz-Schubfächer. Die Rückwand, aus zwei 40 cm breiten Leimholzplatten zusammengeleimt, wird in den Falz eingepaßt und mit Spaxschrauben befestigt.
Verleimen und verschrauben müssen Sie auch den Schubladeneinsatz, der danach als ganzes Bauteil mit dem Korpus verbunden wird.
Die Blende mit den geschwungenen Enden, mit der Stichsäge ausgeschnitten, wird mit Holzdübeln und Leim mit beiden Lisenen verbunden. Eine Hohlkehlleiste, auf Gehrunggeschnitten, wird unter den Dek-kel gestiftet, wenn die Lisenen samt Blende an den Korpus geleimt sind.
Die Rahmen der Schranktüren, verleimt und verdübelt, werden auf ihrer Rückseite ausgefälzt. Dazu braucht man Oberfräse und Beitel.
Stecheisen und ein Streichmaß benötigen Sie, um die Messingbänder in das Rahmenholz der Türen und in die Halteleisten einzulassen. Ein Feinschliff mit Schwingschleifer und 220er Korn folgt, wenn das Holz nach dem Wässern (feuchter Schwamm!) wieder trocken ist. Seidigen Glanz und eine betonte Maserung zeigt das Holz, wenn es mit farbloser Möbellasur behandelt wird. Bis zu dreimal streichen!

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