Wohn-Licht

Mit den blendendweißen und ewig flackernden Neonlampen von früher haben Leuchtstoffröhren nichts mehr gemein. Die Farbwiedergabe ist heute viel natürlicher. Sie geben bei gleichem Stromverbrauch siebenmal so viel Licht wie Glühlampen, und ihre Lebenserwartung ist zehnmal höher. Für den Einsatz als Allgemeinlicht in Wohnräumen empfehlen sich die hochwertigen Dreibandenleuchtstofflampen, deren Licht einen ähnlich warmen Farbton aufweist wie das von Glühlampen.

Ökologisch sinnvoll: die Energiesparer
Eine Weiterentwicklung der Leuchtstofflampen im Miniformat sind die Energiesparlampen, auch Kompaktleucht-stofflampen genannt. Ihr Verbrauch ist bis zu 80 Prozent niedriger und ihre Brenndauer achtmal so hoch wie die einer herkömmlichen Glühlampe. Ihr Nachteil bei der Lichtgestaltung: Sie lassen sich nicht dimmen. Außerdem müssen sie auf den Sondermüll. Empfehlenswert daher: die Variante mit Stecksockel. Das zweiteilige System hat den Vorteil, daß der Adapter weiterverwendet werden kann, wenn die Lampe kaputtgeht – „aus ökologischen Gründen am sinnvollsten“, so die Stiftung Warentest. Auch aus ökonomischen: Werden in einer Wohnung viele Energiesparleuch-ten eingesetzt, ist der großzügige Umgang mit Licht noch ein relativ preiswertes Vergnügen. Eine 13-Watt-Lampe kann z. B. über 75 Stunden brennen, bis eine Kilowattstunde Strom verbraucht ist.

Arbeitslicht: Für Schreibarbeiten, die mit der Hand verrichtet werden, sollte das Licht schräg von links kommen (bei Linkshändern von rechts). Das Licht so einstellen, daß sich auf glänzenden Oberflächen wie z. B. Papier keine Reflexe bilden können.

Leselicht: Um nicht von der Vorlage abzulenken, sollte das Licht gebündelt auf das Papier strahlen. Dazu die Leuchte senkrecht über der Vorlage positionieren oder die Lichtquelle so aufstellen, daß das Licht über die Schulter kommt. Auch hier Reflexion auf der Papieroberfläche vermeiden.

Objektbeleuchtung: Röhrenförmige Leuchten, die man auf den Rahmen klemmt, sind als Bilderleuchten am besten geeignet. Sie müssen beweglich sein, damit sie auf den günstigsten Winkel eingestellt werden können. Zu flaches Licht verursacht Schlagschatten.

Spiegelbeleuchtung: Mehrere Glühlampen oder röhrenförmige Lampen werden mindestens auf beiden Seiten des Spiegels oder auch noch darüber positioniert, um das Gesicht schattenfrei gleichmäßig auszuleuchten. Vorbild dafür: Spiegel in Theatergarderoben.

Bettleuchte: Beim Lesen im Bett wechselt man häufig die Positionen. Das Licht sollte entsprechend leicht zu verstellen sein. Es ist eine Leuchte mit engem Lichtkegel zu wählen, damit sich kein störendes Streulicht bildet.

Allgemeinbeleuchtung: Kommt am besten von der Decke. Das Licht sollte den Raum gleichmäßig hell ausleuchten, blendfrei sein und über den Schalter an der Tür ein- und ausgeschaltet werden können. Dimmer machen stufenloses Regeln möglich.

Tischbeleuchtung: Das nach unten gerichtete Licht soll den Eßtisch gut ausleuchten, darf die am Tisch Sitzenden jedoch nicht blenden. Die Leuchte muß aber so hoch hängen, daß alle Personen sich gut sehen können, ohne sich Vorbeugen zu müssen.

Küchenlicht: Neben der Allgemeinbeleuchtung an der Raumdecke sollte man mehrere Leuchten unter den Oberschränken plazieren. Damit werden Arbeitsflächen, Herd und Spüle blendfrei ausgeleuchtet. Für diesen Zweck gibt es besonders flache Röhrenleuchten.

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